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Das Aus für den Kreisel

Flintbek Das Aus für den Kreisel

Ausgeträumt - am Donnerstagabend entschieden sich die Mitglieder des Umwelt- und Wegeausschusses gegen den Bau eines Kreisverkehrs im Bereich Eiderkamp/Müllershörn in Flintbek. Mit mehr als 800000 Euro waren unter anderem die Kosten für das Projekt zu hoch.

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Mit der geplanten Bebauung im Bereich Eiderkamp in Flintbek wird es auch eine Ampel geben. Ein Kreisel wäre zu teuer.

Quelle: Sven Janssen

Flintbek. Doch das war nicht der einzige Grund, dem Kreisverkehr eine Absage zu erteilen. "Der Straßenbaulastträger hat sich konkret gegen den Bau eines Kreisverkehrs und für die Installation einer Lichtsignalanlage ausgesprochen", fasste Bauamtsleiter Stefan Bettin ein mehrseitiges Schreiben des Landesbetriebs für Straßenbau und Verkehr (LBV) zusammen.

Ein Grund für die Ablehnung war die laut LBV "nicht sachgerechte Gestaltung", da die vier Arme nicht senkrecht zueinander auf die Kreismitte treffen. "Um dennoch einen gemeinsamen Schnittpunkt zu erhalten, hat man die Zufahrten fast so verbogen, dass ein Durchfahren nur in Schlangenlinien möglich ist", zitierte Bettin. Das sei ein weiterer Grund gegen den Kreisel, da damit die Verkehrssicherheit gefährdet sei.

Weiterhin würden Radfahrer auf der Straße durch den Kreisel geführt werden. Besonders aufgrund der Nähe zur Schule am Eiderwald sei das ein unerwünschtes Szenario, denn: "Radfahrerschutzstreifen sind im Kreisverkehr nicht zugelassen."

Die Höhe der Kosten schreckte ab. Mit acht Ja-Stimmen gegen die zwei Stimmen der UWF-Mitglieder war das Votum eindeutig. "Das Verfahren kritisiere ich, aber der Landesbetrieb Straßenbau ist Eigentümer der Straße und 850000 Euro für einen Kreisel können wir nicht bezahlen", fasste Vorsitzender Jaschar Tavanamehr (SPD) zusammen. Besonders im Hinblick auf die weitere Planung im Bereich der Blumenwiese sollte von dem Kreisel Abstand genommen werden. "Wir wollen in der Städtebauförderung weiterkommen", so Bernd Kernke-Robert (Grüne). "Da müssen wir uns leider vom Kreisverkehr verabschieden."

Von Sorka Eixmann

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