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Mehr Platz für Lernen und Spielen

Flintbek Mehr Platz für Lernen und Spielen

Die Schule hat zu wenig Klassenräume, die Plätze in Kindertagesstätten sind jedes Jahr zu knapp. In einer gemeinsamen Sitzung des Bauausschusses und des Ausschusses für Bildung, Jugend, Kultur und Soziales in Flintbek wurden nun Umbau- und Erweiterungspläne für Schule und Kita vorgestellt.

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Die Fläche, auf der jetzt Schüler wie Keanu Leptien (von links), Brahim Frider und Isabel Marie Rother (alle elf Jahre alt) Fahrräder abstellen, eignet sich für einen Schulanbau mit neuen Klassenräumen.

Quelle: Beate König

Flintbek. In einer gemeinsamen Sitzung des Bauausschusses und des Ausschusses für Bildung, Jugend, Kultur und Soziales (BJKS) in Flintbek stellte Rüdiger Mumm vom gleichnamigen Planungsbüro Erweiterungspläne für die Schule und Stadtplaner Oliver Kühle vom Büro B2K mögliche neue Standorte für eine Kita vor.

Eine Entscheidung fiel am Abend nicht, die Vorschläge sollen in den Fraktionen diskutiert werden. Wäre die vorgelegte Auswahl an Varianten eine Hausaufgabe gewesen, hätten beide Planungsbüros dafür viele Fleiss-Sternchen bekommen. Mumm präsentierte sechs Varianten für Grund- und Gemeinschaftsschule, Kühle 15 Standorte. Vom Aufstocken über den Neubau eines Klassentraktes auf der Fläche für Fahrradständer am Hang für rund zwei Millionen Euro bis zur Verlegung der gesamten Schule auf die 15000 Quadratmeter Fläche auf das Gelände von Aldi/Neukauf in der Straße An der Bahn für 27 Millionen Euro reichten die planerischen Gedankenspiele. „Wenn Sie bauen, muss das für die nächsten 40 Jahre gut sein,“ hielt der Architekt den Ausschüssen vor Augen.

Das Hanggrundstück mit den in fünf Jahrzehnten errichteten Gebäude sei inzwischen fast ausgereizt. Die Grundschul-Pavillons abzureißen für ein mehrgeschossiges Gebäude sei möglich, aber kostenintensiv. Eine energetische Sanierung des Bestands wäre auch eine Option. „Aber dann haben Sie immer noch kleine Klassen.“ Sein Vorschlag: Ein Fachklassentrakt für naturwissenschaftlichen Unterricht, zentraler Sammlungsraum für alle Fächer, Raum für darstellendes Spiel. Kostenpunkt: Acht Millionen Euro.

Für die Bewertung möglicher Kita-Standorte hatte Kühle eine Bewertungsmatrix entwickelt, bei der unter anderem die Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr, Planungsrecht und Erschließung einbezogen wurden. Favoriten sind der Parkplatz am Lassenweg, eine Grünfläche bei der Feuerwehr, bei den vorhandenen Kitas und die Fläche bei Aldi/Neukauf.

Erst nach der Sitzung begann vor der Tür die Diskussion. „Wir wollen nur einen Anbau an einer Kita für eine Gruppe“, sagte Siegfried von Döhren (CDU), Michael Hiob (UWF) sah gar keinen Neubaubedarf. Susanne Sörensen, BJKS-Vorsitzende, widersprach: Im zweiten Halbjahr wird es in den Kitas regelmäßig eng, die Gruppen laufen voll und arbeiten mit der Maximalbelegung von 22 Kindern. Dass 2017 voraussichtlich acht Kinder in Kitas außerhalb Flintbeks untergebracht werden müssen, ist für Sörensen keine Option.

Zu betreuende Kinder und Jugendliche:

In Flintbek besuchen 360 Kinder die Gemeinschaftsschule bis zur Sekundarstufe I. Ein Teil der 290 Grundschüler kommt derzeit aus Kiel-Meimersdorf. Wie die Schüler zukünftig verteilt werden, wird aktuell diskutiert. In den vier Kindertagesstätten, die von der Gemeinde, der Awo, der Kirche und von einer Elterninitiative betrieben werden, sind 228 Drei- bis Sechsjährige untergebracht, in Kitas und Tagespflegeeinrichtung ist Platz für 70 unter Dreijährige. Der Versorgungsgrad bei der Betreuung ist hoch. Bei unter Dreijährigen liegt er bei 70, bei über Dreijährigen bei 92 Prozent.

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