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Neuer Abendmahlskelch mit Geschichte

Flintbek sammelt Silber Neuer Abendmahlskelch mit Geschichte

Einen Abendmahlskelch mit Flintbeker Geschichte will die evangelische Kirchengemeinde gießen lassen. Wichtigste Zutat dafür: Gespendete Silberstücke aus der Gemeinde.

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Einen Abendmahlskelch mit Flintbeker Geschichte will die evangelische Kirchengemeinde gießen lassen.

Quelle: Beate König

Flintbek. Der mit dem Guss beauftragte Silber- und Goldschmied Martin Bläse brachte den Kirchenvorstand auf die Idee, einen Kelch herzustellen, bei dem die Gläubigen direkt mit einbezogen werden, berichtet Pastor Manfred Schade. „Einen Kelch kann man auch im Internet bestellen.“   Dem Kirchengemeinderat sei jedoch wichtig, dass der neue Kelch einen Bezug zur Gemeindehistorie hat, zu den Familien, die dort leben. Es gehe deshalb bei den Spenden nicht um Masse, sondern um den Gedanken, sich und seine Familiengeschichte als Teil mit einzubringen.

Kleine Kettchen sind ebenso willkommen, wie ausgemusterte Suppenkellen, Besteck oder Serviettenringe, Einzelteile, die nicht mehr zum Restbesteck passen. Geputzt werden muss die Gabe nicht. Einzige Bedingung: Es muss mindestens 800er Silber sein,  Versilbertes oder 90er Silber seien nicht geeignet. Mit Martin Bläse wurden die Details des Kelchfußes und der -schale entwickelt. Der Schaftbereich dazwischen soll die Form der ungewöhnlich spitzen Winkel des Kirchturms aufnehmen. Eine Vergoldung des Silbergefäßes ist geplant.

Kommt genug Schmelzmaterial zusammen, könnte auch noch eine Patene, also der Silberteller, auf dem die Oblaten gereicht werden, gegossen werden. Sportliches Ziel: Zu Ostern soll das Unikat im Gottesdienst präsentiert werden. „Wir wollen alle Spender dazu einladen“, sagt Manfred Schade. An eine Namens-Tafel als Erinnerung an die Silbergeber sei jedoch nicht gedacht.

Das neue Gefäß ergänzt den Bestand. Aus dem 16. Jahrhundert stammt ein historisch bedeutsames, vergoldetes Silbergefäß, das ursprünglich im Klosterstift Bordesholm seinen Dienst tat. Beim zweiten Kelch aus weniger edlem Metall verrät die Gravur: Er wurde 1938 der Nicolai-Kirche in Kiel gespendet und kam 1949 als Schenkung nach Flintbek. „Zu großen Festen wird es mit den zwei Kelchen knapp“, sagt Schade. Silberspenden können noch einen Monat bei Pastor Schade, bei Pastorin Simone Sommer oder im Kirchenbüro, Dorfstraße 5, Flintbek, abgegeben werden.

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