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Verzögerung bei Städtebauförderung?

Flintbek Verzögerung bei Städtebauförderung?

Kommunalpolitiker aus Flintbek fürchten, dass sich Projekte der Städtebauförderung verzögern, weil Flüchtlingsunterbringung und -integration beim Land Vorrang haben könnten. Für die Zusammenlegung von Bushalt und Bahnhof rechnet man mit einem Zeitraum von 15 Jahren.

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Den Bahnhof und den Bushaltepunkt zusammenlegen ist eins der Ziele des Verkehrskonzept, das mit Städtebaufördermitteln umgesetzt werden soll.

Quelle: Beate König

Flintbek. Flintbek ist zwar seit 2014 im Städtebauförderprogramm, bei dem Land und Bund jeweils ein Drittel der Kosten von Baumaßnahmen übernehmen: „Das Verfahren ist jedoch zäh“, sagt Wiebke Stöllger (CDU). „Und das liegt nicht an der Verwaltung.“ Jeder Förderantrag, zum Beispiel für die Verlegung des Bushalts an den Bahnhof, müsse mit dem Land abgestimmt werden, und die Anträge blieben lange in den Ministerien. Dort seien die Mitarbeiter derzeit vorrangig mit der Unterbringung von Flüchtlingen befasst. Sie rechnet damit, dass die Umsetzung der Projekte bis zu 15 Jahre dauern kann, ähnlich wie in Bordesholm. Wulf Briege (SPD) bestätigt: Durch die Beteiligung von Land und Bund bei Prüfung und Planung verlangsame sich der Entscheidungsprozess, nicht jedoch durch die Aufgabe, Flüchtlingsproblematik zu lösen.

 Dabei sind sich die Parteien in Flintbek bei einem Projekt weitestgehend einig: Mit Fördermitteln soll der zentrale Bushaltepunkt an den Bahnhof verlegt, sozusagen als zentrale Anlaufstelle für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Die Flintbeker SPD checkte mit dem Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein GmbH (NAH.SH) das aktuelle Verkehrskonzept und eine Ausweitung des ÖPNV in der Gemeinde ab. Auch wenn das Vorhaben ganz oben auf der Wunschliste aller Flintbeker Parteien steht, konkrete Umsetzungstermine gibt es bislang nicht.

 Jochen Schulz vom Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein GmbH (NAH.SH) stellte in Aussicht, dass es ab 2017 jede Stunde erstmals eine umsteigefreie Verbindung nach Hamburg geben könnte. Simon Preis von der NAH.SH stellte eine neue Busverbindung über Kleinflintbek nach Kiel und die Möglichkeit vor, auch die amtsangehörigen Gemeinden Böhnhusen, Schönhorst und Techelsdorf besser anzubinden. Schulz und Preis unterstützten den Plan der Gemeinde, Bus und Bahn zusammenzubringen. Das Park-und-Ride-Gelände beim Bahnhof am Kätnerskamp sollte dafür zum Bushalteplatz umgewandelt werden.

 Dabei drängt die Zeit. Der kombinierte Bushalte- und Parkplatz am Lassenweg, über den der Busverkehr abgewickelt wird, hat eine marode Asphaltdecke. Die Kosten einer großen Sanierung sollen durch den Umzug des zentralen Bushalteplatzes an den Bahnhof gespart werden. „Die Anbindung von Flintbek an den ÖPNV hat sich in den vergangenen Jahren verbessert“, sagt Helmut Groß (UWG). „Die Taktung könnte besser sein.“ Achim Lorenzen (Grüne): „Man kommt aus Flintbek tagsüber gut nach Kiel.“

 „Das Buskonzept muss überarbeitet werden“, sagt Stöllger. Die Taktung von Bus und Bahn muss aus ihrer Sicht verbessert werden. „Manchmal fehlen nur Sekunden.“ Kleinflintbek muss besser angeschlossen werden. „Die Gemeinde ist gewachsen, unser Ringbus fährt jedoch die gleiche Route wie seit Jahren.“ Nachts sei die Linienführung „schon grenzwertig.“ Eine Verbindung nach Meimersdorf wäre wünschenswert. „Von dort kommen inzwischen viele Schüler.“ Groß und Lorenzen denken wirtschaftlich. „Es muss bezahlbar bleiben.“

 Flintbek bewarb sich 2013 mit einem Städtebaukonzept und wurde 2014 in das Programm aufgenommen. Vorschläge zur Gestaltung wurden, wie berichtet, 2013 von Bürgern in einer Zukunftswerkstatt und bei einem Info-Abend 2015 eingebracht. Im Mai 2015 gab es eine Bürgerbefragung für das Einzelhandelskonzept.

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