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Hotspots – kostenlos ins Internet

Flintbek/Bordesholm Hotspots – kostenlos ins Internet

Sind kostenlose öffentliche Internetzugänge, sogenannte Hotspots, ein zeitgemäßer Service für Bürger und Touristen oder ein Angebot, das Missbrauch mit hohen Folgekosten für Kommunen bedeutet? Flintbek und Bordesholm haben sie schon, Rendsburg und Nortorf zögern noch.

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Olaf Sörensen aus der Amtsverwaltung zeigt: Der Hotspot funktioniert vor der Tür.

Quelle: Beate König

Flintbek/Rendsburg. Flintbek und Bordesholm sind seit Jahren drin im kostenlosen Angebot, haben die Zahl der Zugangspunkte erhöht und bekommen dafür positive Resonanz. Bei den Städten Rendsburg und Nortorf hakt es dagegen. „Es steht auf unserer Agenda“, sagt Susanne Mau, Koordinatorin beim Rendsburger Stadtmarketing. Crux sei eine rechtliche Grauzone. „Werden illegale Daten, beispielsweise schwarz kopierte Filme, über einen öffentlichen Hotspot heruntergeladen, dann wird der Betreiber zur Rechenschaft gezogen. Konkret heißt das: Die Stadt wird für illegale Downloads von Hotspot-Nutzer in Regress genommen.“ Die Stadt will eine angekündigte Gesetzesänderung abwarten. Erst dann soll mit den Stadtwerken und Restaurants an Plätzen wie dem Schiffbrückenplatz oder dem Altstädter Markt das Thema Hotspot in Angriff genommen werden.

 Haftungsfragen bei Missbrauch stellen sich weder in Flintbek noch in Bordesholm. Beide Gemeinden bauen mit TNG und Vodafone auf externe Betreiber, die übernehmen die Haftung bei missbräuchlicher Nutzung.

 Beide Gemeinden erhöhten die Zahl der Hotspots. In Flintbek wurde der erste am Rathaus 2013 „für die politischen Gremien eingerichtet,“ sagt Dirk Hagenah aus der Amtsverwaltung. Das interne Rathausnetz wurde von Anfang an vom Hotspot strikt getrennt. Inzwischen wurden in einer Obdachlosen- und in einer Flüchtlingsunterkunft weitere Spots installiert. Hagenah ist vom Verfahren überzeugt: „Ich würde es immer wieder so machen.“

 Die Versorgungbetriebe Bordesholm (VBB) öffneten 2014 am Rathaus und beim Sportheim den Internetzugang. Inzwischen kann an sechs Stellen in der Gemeinde kostenlos gesurft werden, weitere Spots sind im Amtsbereich geplant, sagt VBB-Geschäftsführer Frank Günther. „Der Betrieb eines Hotspots kostet 25 Euro pro Monat. Das steht in einem gesunden Verhältnis zum Nutzwert.“ Die VBB wirbt mit den Spots fürs Glasfasernetz. „Die Leute können ausprobieren, wie schnell Up- und Downloads mit 100 Megabit pro Sekunde funktionieren.“

 In Nortorfs Kupferkabelversorgung fehlt für einen Hotspot derzeit die Bandbreite. „Wir haben keine Glasfaser und sind froh, wenn in der Verwaltung das Netz läuft“, sagt Amtsdirektor Dieter Staschewski. In der Stadtbücherei sei zeitlich begrenzt freier Zugang zum WLAN geplant, ebenso Gespräche mit den Stadtwerken, um einen Hotspot am Roten Platz oder am Bahnhof zu installieren. Hemmschuh seien momentan die fehlenden sanitären Anlagen. „In anderen Gemeinden missbrauchen Hotspot-Nutzer Gärten als Toiletten.“

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