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Heringsmarkt am Kanal wird eingestellt

Flohmarkt Rendsburg Heringsmarkt am Kanal wird eingestellt

Es wird keinen Heringsmarkt mehr in Rendsburg geben. Am Stammplatz des Flohmarkts im Kreishafen in Rendsburg sollen künftig Wohnmobile stehen. Ein neuer auf der Straße Am Kreishafen in der Nähe, wie ihn sich Veranstalter Joachim Täubner vorstellt, ist nicht möglich, denn dort ist Lkw-Lieferverkehr.

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Der Heringsmarkt kann nicht, wie vom Veranstalter geplant, am Sonnabend in der Straße Am Kreishafen stattfinden, weil sie als Lieferweg gebraucht wird.

Quelle: Merle Schaack

Rendsburg. Aus für den Rendsburger Heringsmarkt. Der Flohmarkt sollte 2016 erstmals auf der Straße Am Kreishafen und statt sonntags am Sonnabend, 16. April, stattfinden. Nun legte die Hafenverwaltung ein Veto ein. Veranstalter Joachim Täubner spricht von einem Missverständnis. Mit Ausnahme eines letzten Nachtflohmarktes wird es den Markt nicht mehr geben.

 Seit 2005 trafen sich Trödelfreunde im Kreishafen, wenn die Heringe den Nord-Ostsee-Kanal Rendsburg erreichen. Ursprünglich auf dem Betonplatz vor der Hochbrücke beheimatet, hatte der Veranstalter das Konzept für 2016 runderneuert. Weil auf dem alten Standort, wie berichtet, Wohnmobilstellplätze entstehen sollen, wollte Täubner die Straße Am Kreishafen und den Sonnabend als Termin testen. „Das hat Herr Täubner allerdings komplett selbst geplant. Der Sonnabend war nie im Gespräch“, erklärte Hafenleiter Dieter Daxenberger, der aus den Medien davon erfuhr. „Über die Straße wird angeliefert, das funktioniert nicht.“ Zwar habe es Anfang des Jahres Gespräche gegeben. Dabei sei es jedoch nur um den Wohnmobilstellplatz gegangen, für den die Planungen laut Daxenberger noch nicht abgeschlossen sind. Deshalb habe die Hafenverwaltung Täubner angeboten, noch einmal auf den ursprünglichen Standort zurückzukehren.

 Doch der entschied, den Markt mit sofortiger Wirkung einzustellen. „Unser Konzept war sowieso gestorben, weil wir auf lange Sicht nicht am angestammten Ort hätten bleiben können und keinen Blick mehr aufs Wasser gehabt hätten“, sagt er. Außerdem lebe der Markt von Stammausstellern, die Stammplätze hätten. „Wenn sich alles ändert, kommen die nicht mehr.“ Der für den 16. April geplante Heringsmarkt hätte ein „Testballon“ sein sollen. „Wenn er gut angenommen worden wäre, hätten wie fortan mehrere Märkte pro Jahr gemacht“, so Täubner, der nun nur noch einen Nachtflohmarkt mit dem Titel „Heringsmarkt by night“ plant. Er findet am Sonnabend, 30. Juli, von 15 bis 23 Uhr statt. Anlass ist der Besuch des Museumsschiffes „Cap San Diego“ aus Hamburg.

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Ein Artikel von
Merle Schaack
Volontärin

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