23 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Grewin: Politik muss entscheiden

Flüchtlinge Achterwehr Grewin: Politik muss entscheiden

Über den Umzug von Flüchtlingen in den Bruxer Falkenhof in Westensee werden die Gremien des Amtes Achterwehr entscheiden müssen. Amtsdirektor Hans-Werner Grewin sieht das nicht als seine Aufgabe an. Falkenhof und Felder Seegarten sollen belegt werden, um die Mietkosten zu refinanzieren.

Voriger Artikel
Entlaufene Kuh und lose Plane auf den Gleisen
Nächster Artikel
Rendsburg soll sparsamer sein

Hans-Werner Grewin erwartet von den Flüchtlingsinitiativen Entscheidungshilfe.

Quelle: Torsten Müller

Achterwehr. Amtsdirektor Hans-Werner Grewin will nicht über die mögliche Verlegung von 31 Flüchtlingen innerhalb des Amtes Achterwehr entscheiden. „Ich werde das Thema den politischen Gremien übergeben“, sagte Grewin dieser Zeitung. Er reagierte damit auf die Drohung der drei Flüchtlingsinitiativen, ihre Unterstützung zu beenden.

 Wie berichtet, lehnen diese eine Verlegung in den aus ihrer Sicht schlecht erschlossenen Außenbereich im Westenseer Ortsteil Brux ab. Nach Ansicht des Amtsdirektors sei es nicht seine Aufgabe, zwischen den Interessen der Flüchtlingsinitiative und „denen der steuerzahlenden Bürgerinnen und Bürgern abzuwägen“. Grewin verabschiedet sich zum 30. Juni in den Ruhestand.

 Das Amt sieht sich gezwungen, das angemietete Hotel Falkenhof und den Felder Seegarten zu belegen, um die hohen Mietkosten zu refinanzieren. Grewin verweist auf ein Konzept für die Verlegung, das vorsehe, jeden Einzelfall daraufhin zu prüfen, ob es Gründe gebe, die gegen eine Verlegung sprächen. Von den Initiativen erwartet er bis zum 11. Mai eine Antwort, ob und wer aus ihrer Sicht verlegt werden könne. Nach seinen Angaben „besteht Einigkeit darüber, dass zunächst die anerkannten Flüchtlinge in den Falkenhof verlegt werden“. Für diese Menschen sei nicht mehr das Amt, sondern grundsätzlich die Arge (Jobcenter) zuständig.

 Auch zur Infrastruktur in Brux äußerte sich der Amtsdirektor: Es gebe dreimal pro Tag eine Busverbindung von Emkendorf nach Felde und Kiel. Die Haltestelle sei 1,2 Kilometer vom Falkenhof entfernt. Für die Versorgung bestehe täglich die Möglichkeit, mit einem Transporter zum Einkaufen nach Groß Vollstedt zu fahren. Der Betreiber des dortigen Marktes sei bereit, sein Sortiment auf die Bedürfnisse der Flüchtlinge umzustellen.

 Wenig Hoffnung machten Grewin und Amtsvorsteher Detlef Ufert (SPD) den Initiativen hinsichtlich ihrer Forderung, einen Hausmeister für den Falkenhof einzustellen. Eine solche Entscheidung wäre nach ihrer Einschätzung in Anbetracht rückläufiger Flüchtlingszahlen „kaum nachvollziehbar“.

 In einem Gespräch verständigten sich Amt und Initiativen über die Verwendung der Integrationspauschale. Für jeden zugewiesenen Asylbewerber erhält das Amt jetzt 2000 Euro. Allen in der Flüchtlingshilfe Engagierten sollen künftig die Auslagen erstattet werden. Nach Angaben von Axel Barre, Vorsitzender der Initiative Jägerslust, fielen von Juli bis Dezember 2015 Aufwendungen von rund 4000 Euro an.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

KSV-Liveticker!

KSV-Spielstand online
verfolgen, mit dem
KN-KSV-Liveticker

THW-Liveticker!

Alle THW-Spiele live
online verfolgen. Mit
dem THW-Liveticker

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Rendsburg 2/3