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Siedlerfest begann traditionell in Kopperpahl

Flüchtlinge begeistert Siedlerfest begann traditionell in Kopperpahl

Mit einem Umzug durch den Ortsteil Kopperpahl begann am Sonnabend ganz traditionell das Sommerfest der Siedlergemeinschaft Kronshagen. Von den Vorgärten aus winkten Familien den vom uniformierten Spielmannszug des TV Jahn Kiel angeführten Marschierern zu.

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Der Umzug der Siedlergemeinschaft Kronshagen mit dem Spielmannszug des TV Jahn Kiel zog auch an der neuen Flüchtlingsunterkunft in der Tegelkuhle vorbei.

Quelle: Torsten Müller

Kronshagen. Bewohner der Flüchtlingsunterkunft in der Tegelkuhle griffen erstaunt zu ihren Smartphones und filmten die fröhliche Szenerie.

Bereits seit 62 Jahren laden die Siedler zur gemeinsamen Feier ein – seit 35 Jahren können sie dafür auch das Siedlerheim an der Tegelkuhle nutzen. Die Grüße der Gemeinde kamen diesmal aus ausschließlich aus weiblichen Mund: Eicke Paysen (FsK), stellvertretende Bürgervorsteherin, und Andrea Linfoot (CDU), stellvertretende Bürgermeisterin, marschierten auch die Umzugsroute über Siedlerkamp, Möllerstraße, Ruhbergstraße, Kopperpahler Allee und Eckernförder Straße mit. Im Anschluss stürzten sich die knapp 100 Besucher auf die von den Siedlerfrauen gebackenen Kuchen und fingen zu klönen an, während die Kinder draußen dem spielerischen Wettbewerb frönten.

Ähnliches Schicksal wie die Flüchtlinge

Ingeborg Etmanski erinnerte sich noch gut daran, wie sie 1952 mit ihren Eltern in das gemeinschaftlich gebaute Haus an der Tegelkuhle einzog. Durch den Krieg hatte die Familie ihre Heimat in der Mark Brandenburg verlassen müssen – ganz ähnlich wie die Flüchtlinge, die nun nebenan leben. „Ich mach’ meinen 800 Quadratmeter großen Garten noch allein“, sagte die 85-Jährige stolz. Erika Elfert (90) und Helma Pörschke (87) wohnen in der Siedlung Lebensfreude, östlich der Eckernförder Straße. Alle drei freuen sich über die geselligen Angebote der Siedlergemeinschaft: Klönsnack, Frauengruppe und Bingo. Sorgen bereitet ihnen das Einkaufen im Ortsteil, seit Versorger ihre Türen schlossen. „Wir sind auf unsere Kinder angewiesen“, sagt Pörschke.

Britta Fehlberg-Eggers, Vorsitzende der 160 Siedler, weiß, dass die Geselligkeit wichtig ist. Neben Sparklub, Skat und Dart sowie Radtouren und Deutschland-Reisen bietet die Gemeinschaft ab Mittwoch, 13. Juli, jeweils um 10 und 18 Uhr auch die Weight-Watchers im Heim an. Grundsätzlich ist sie angesichts der Altersstruktur der ehrenamtlichen Helfer überzeugt: „Wir könnten eine Verjüngungskur gebrauchen.“

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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