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Flüchtlinge ins Gewerbegebiet?

Bredenbek/Bovenau/Felde Flüchtlinge ins Gewerbegebiet?

Das interkommunale Gewerbegebiet von Bredenbek, Bovenau und Felde ist als möglicher Standort für eine weitere Erstaufnahmeeinrichtung in den Blickpunkt gerückt. Bereits im kommenden Frühjahr könnten in unmittelbarer Nähe zur Autobahn Unterkünfte für 1500 Menschen geschaffen werden.

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Auf den freien Flächen im interkommunalen Gewerbegebiet von Bredenbek, Bovenau und Felde könnte im Frühjahr aus Containern eine Erstaufnahmeeinrichtung für
1500 Flüchtlinge entstehen. Derzeit laufen die Sondierungsgespräche.

Quelle: Sven Janssen

Bredenbek. Diese Pläne werden derzeit geprüft und mit den beteiligten Gemeinden Bredenbek, Felde und Bovenau diskutiert.

 Eigentümer der Flächen ist die Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG). Wie jetzt bekannt wurde, hatte sie am vergangenen Donnerstag Vertreter von Land und Kommunen eingeladen, um über den Stand der Überlegungen zu informieren. Beteiligt waren Ministerien, das Gebäudemanagement Schleswig-Holstein sowie Vertreter des Kreises, die Bürgermeister der drei Gemeinden sowie die Verwaltungschefs der beiden beteiligten Ämter.

 Eine Entscheidung, darauf hätten die Vertreter der Ministerien ausdrücklich hingewiesen, sei trotz des bekannten Zeitdruckes nicht getroffen worden, heißt es in einem Informationsschreiben des Achterwehrer Amtsdirektors Hans-Werner-Grewin an die Felder Gemeindevertreter. Die Bürgermeister Jürgen Liebsch (Bovenau) und Bartelt Brouer (Bredenbek) haben nach eigenem Bekunden ihre Gemeindevertretungen unverzüglich informiert.

 Derzeit sei man erst in der Sondierungsphase, im Fall einer Verwirklichung würden Container mit Versorgungs- und Betreuungseinrichtungen einschließlich Polizeipräsenz, Schuleinrichtungen und Kinderbetreuung im Frühjahr nächsten Jahres aufgestellt werden können, schreibt Grewin. Problematisch sei die Abwasserbeseitigung, dafür benötige man eine zweite Druckrohrleitung.

 WFG-Geschäftsführer Pascal Ledune hatte die Beteiligten zu dem Gespräch eingeladen, da bei einer nichtgewerblichen Nutzung aufgrund des interkommunalen Vertrages die drei beteiligten Gemeinden dem Vorhaben zustimmen müssten.

 Die wollen ihrerseits jetzt zügig die Bürger informieren. „Geheimniskrämerei können wir uns bei diesem Thema nicht leisten“, sagte Liebsch, der das Thema am Montag, 7. Dezember, öffentlich in der Gemeindevertretung behandeln will. Auch Jürgen Harders, der als Beauftragter der Gemeinde in Felde vorsitzt, will am selben Tag das Thema in der Gemeindevertretung behandeln. In Bredenbek werde es am 8. Dezember um 20 Uhr im Gasthof Krey eine öffentliche Informationsveranstaltung für alle drei Gemeinden geben, zu der auch Vertreter des Innenministeriums erwartet werden, kündigte Brouer an.

 Sollten die Pläne verwirklicht werden, würde die Erstaufnahmeeinrichtung offiziell zu Bredenbek gehören und sich die Einwohnerzahl der Gemeinde damit verdoppeln. „Das bietet auch Chancen“, sagte Brouer. Zum einen würden sich die Schlüsselzuweisungen erhöhen und die Gemeinde somit mehr Geld bekommen, zum anderen könne die Erstaufnahme auch der Wirtschaft vor Ort neuen Schwung geben und böte Entwicklungspotenzial für die Gemeinde.

 Bovenau macht geltend, dass die Gemeinde für das Gewerbegebiet bereits viel Geld investiert habe und diese Kosten im Falle der Nutzung durch das Land ausgeglichen werden müssten, da es sich bei der Erstaufnahme um keine gewerbliche Nutzung handele. Ob die Fläche am Ende überhaupt noch für das Land attraktiv ist, möglicherweise auch nur als Reserveareal, bleibt abzuwarten. „Mir wurde mitgeteilt, dass derzeit in Schleswig Holstein rund 20 Standorte für insgesamt 25000 Menschen geprüft werden“, sagte Brouer.

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