21 ° / 12 ° wolkig

Navigation:
Bei Gartenarbeit Deutsch lernen

Nortorf Bei Gartenarbeit Deutsch lernen

Eine kleine Oase wächst in Nortorf. Erste bunte Blüten recken ihre Köpfe aus dem wilden Grün in dem Garten hinter den leerstehenden Häusern im Jungfernstieg Nummer 2 und 4. Zu einer ersten großen Gemeinschaftsaktion kamen am Sonnabend trotz Regens Einheimische, Flüchtlinge, Kinder und Erwachsene zusammen, um dem offenen, interkulturellen Garten Leben einzuhauchen.

Voriger Artikel
Belohnung ausgesetzt
Nächster Artikel
Sphärische Klangkomplexe voller Licht

Griffen im interkulturellen Garten beherzt zu Schaufel und Harke: Kahase Amanuel aus Eritrea (links) und Ahmed Suliman aus Syrien.

Quelle: Nora Saric

Nortorf. Ein Ort der Begegnung soll hier in gemeinsamer Arbeit geschaffen werden. Und das nahmen viele wahr. Mit viel Spaß griffen über 40 große und kleine Gärtner zu Schaufeln, Harken, Karren und Eimern. „Ich bin wirklich begeistert, was hier los ist“, sagte Ideengeberin Julia Beilke und wischte sich strahlend den Regen aus den Augen. „Ich weiß schon gar nicht mehr, wem ich welche Aufgaben geben kann.“ Während einige Kinder spielten, rupften Pastorin Anna Trede und die Nortorferin Iris Heier Schlingpflanzen aus dem Boden. „Man glaubt kaum, wie das hier vorher aussah“, sagte Heier und zeigte auf ein ordentliches Kartoffelbeet.

 An einem Gartenhäuschen waren Anleitungen für die Gartenarbeit angepinnt – auf deutsch, englisch, französisch und arabisch. Über Facebook organisiert sich das noch junge Projekt. Hier fanden sich auch die Übersetzer der Texte, damit die Flüchtlinge, die hier mithelfen, sie besser verstehen können. Der kleine Bassam (7) aus Syrien packte genauso kräftig an wie die Erwachsenen. Dicke Steine legte er dekorativ an eine frisch angelegte Kräuterspirale. Im vorderen Bereich harkten Hajar Ismail aus dem Irak und Salah Daud aus Syrien ein Beet durch, während der Iraner Hassan Jafarim mit der Schaufel ein Stück Wiese umgrub. „Ich möchte gerne etwas machen“, sagte er. Der Garten sei die Gelegenheit für ihn als Flüchtling, mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen. Das fanden auch Kahase Amanuel aus Eritrea und Ahmed Suliman aus Syrien, die im Garten besser deutsch lernen möchten. „Ich helfe den anderen, und die anderen helfen mir“, so Suliman. Auch Eileen (10) und ihre Freundin Tamar (9) griffen beherzt zu.

 Gerda Rathjen aus Nienkattbek ist Helferin der ersten Stunde. Zusammen mit Julia Beilke bietet sie regelmäßige, betreute Gartenzeiten an: montags, mittwochs, donnerstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Events: Rendsburg

Veranstaltungen in
Rendsburg. Aktuelle
Termine, News, Infos

THW-Liveticker!

Alle THW-Spiele live
online verfolgen. Mit
dem THW-Liveticker

Anzeige