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Sanierung ins Stocken geraten

Flüchtlingsunterkunft Felde Sanierung ins Stocken geraten

Menschenunwürdige Zustände im Haus 1 der Flüchtlingsunterkünfte in Jägerslust beklagen Peter Rix und Dorothea Barre vom Freundeskreis Flüchtlingshilfe Jägerslust. Der Amtsverwaltung werfen die beiden vor, mit den Sanierungsarbeiten nur schleppend voranzukommen und seit Baubeginn im März die Situation der dort lebenden fünf Flüchtlinge durch die Dauerbaustelle noch weiter verschlechtert zu haben.

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Auch das derzeit einzig nutzbare Bad im Haus 1 leidet unter den Bauarbeiten.

Quelle: Sven Janssen

Felde. Dabei habe alles so gut angefangen, berichtete Rix. Der Architekt hatte das Haus vermessen und überplant. „Unser Ziel war es, mit den beiden bestehenden Eingängen zwei getrennte Bereiche mit jeweils eigener Küche und Bad zu schaffen“, erklärte er. Die Zimmer, die man bisher nicht vom Flur aus erreichen konnte, sollten direkt angebunden werden. Auch das Gemeinschaftsbad und die Küche sollten dringend saniert werden.

 Mit den Plänen, das Haus zu teilen und entsprechen innen umzubauen, hatte Peter Rix seinerzeit im Amt offene Türen eingerannt und viel Zuspruch bekommen. „Mit der Umsetzung wurde auch gleich begonnen“, freute sich der Architekt. Das sei im März gewesen, jetzt gehe aber scheinbar nichts mehr voran. Die Bäder seien angefangen worden, aber als Baustelle jetzt in einem noch schlimmeren Zustand als vorher.

 Grund für das Stocken sei wohl, dass ein Bewohner während der Arbeiten ein Fenster eingeworfen hatte. „Das war vor acht Wochen, die Scheibe ist noch immer nicht repariert“, sagte Barre. Dass der Vorfall tatsächlich Sand ins Getriebe gestreut hatte, bestätigte am Montag Marc Reiser, zuständig für Asylunterkünfte im Amt. „Nach dem Vorfall haben die Arbeiter die Baustelle verlassen.“

 Zwei Wochen habe es gedauert, sich mit den am Bau beteiligten Firmen zu einigen, anschließend hätten alle Gewerke neu koordiniert werden müssen, weil die Zeitpläne nicht mehr passten. „Bei Sanitärarbeiten ist noch eine defekte Wasserleitung entdeckt worden, die komplett ersetzt werden musste“, erklärte Reiser. Diese Arbeiten seien jetzt abgeschlossen. „Die neuen Küchengeräte sind schon geliefert“, so dass es jetzt auch wieder regulär vorangehe. Bis Juli sollen die Arbeiten abgeschlossen, das Haus baulich geteilt sowie Küchen und Bäder saniert sein.

 Ob das Fenster bis dahin repariert ist, konnte Marc Reiser nicht sagen. Die beauftragte Spezialanfertigung soll etwa drei Monate dauern. „Auf eine Notreparatur haben wir verzichtet, da der Raum derzeit nicht genutzt wird und durch eine Tür verschlossen werden kann.“

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