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Nur die Umgehung hilft

Fockbek Nur die Umgehung hilft

Verkehrsplaner machen Fockbek wenig Hoffnung auf eine deutliche Entlastung der Durchgangsstraße. Nur der Weiterbau der Ortsumgehung könne helfen.

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Auf der Rendsburger Straße rollt der Durchgangsverkehr durch Fockbek.

Quelle: Wolfgang Mahnkopf

Fockbek. An 13 Stellen hat im Rendsburger Vorort Fockbek im Sommer eine Verkehrszählung stattgefunden. Das Wasser- und Verkehrskontor in Neumünster meint nun, dass bauliche Maßnahmen die hohe Belastung für Hauptdurchgangsstraßen nur lindern würden. „Den großen Wurf wird man nicht machen können, denn dann müsste man Straßen vom Verkehr abhängen“, sagte Diplom-Ingenieur Michael Hinz am Dienstagabend im Planungsausschuss.

Die Rendsburger Straße ist die Hauptverkehrsader in der 6350 Einwohner zählenden Gemeinde, hier fahren dem Gutachten zufolge 15000 bis 16000 Fahrzeugen täglich, davon 800 Lkw. Die Durchgangsstraße gehört zu einer der wichtigsten Ost-West-Verbindungen im Land. Eine Reduzierung des Verkehrs wäre durch die Verlängerung der Umgehungsstraße am Fockbeker Ortsrand möglich.

Diese führt zurzeit nur von der sogenannten Panzerstraße zur Bundesstraße 202 Richtung Hohn. Ihre Verlängerung zur Bundesstraße 203 Richtung Heide ist seit Mitte der 1970er Jahre geplant, sagt Bürgermeister Holger Diehr. Die komplette Umgehung würde die Ortsmitte um 2000 bis 3000 Fahrzeuge täglich entlasten, schätzt Hinz. So könnte Berufsverkehr zum Hobby-Wohnwagenwerk aus dem Zentrum herausgehalten werden.

Derzeit verhandele er wegen der geplanten Umgehungsstraße mit drei Grundstückseigentümern, erklärte Bürgermeister Diehr. „Ich wünsche mir, dass wir die Verträge im nächsten Jahr schließen können. Dann würden wir anschließend mit dem Straßenbau beginnen.“

Im weiteren Fokus des Gutachtens stand der Klinter Weg, ein Schleichweg von Nübbel nach Rendsburg. Das Verkehrsgutachten geht von 2900 Fahrzeugen innerhalb von 24 Stunden aus. Davon seien 1200 Autos reiner Durchgangsverkehr.

„Die Straße müsste man in eine 30-km/h-Zone umwandeln. Dann wäre zumindest der Autolärm niedriger.“ Ob deswegen eine Verlagerung des Verkehrs auf die Rendsburger Straße die Folge wäre, könne er nur schwer einschätzen, sagte Hinz. wm

2800 Lkw rollen täglich auf der Rendsburger Straße durch die 6350 Einwohner zählende Gemeinde.

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