21 ° / 13 ° wolkig

Navigation:
Neue Nachbarn: Flüchtlinge und Polizei

Fockbek Neue Nachbarn: Flüchtlinge und Polizei

Der Rendsburger Vorort Fockbek feiert an diesem Freitag Richtfest an der neuen Polizeiwache und zwei Häusern für Flüchtlinge. Das Besondere: Die drei Gebäude an der Rendsburger Straße stehen auf einem einzigen Grundstück. Sie sollen im Februar bezugsfertig sein und rund 1,4 Millionen Euro kosten.

Voriger Artikel
Höhere Kreisumlage droht
Nächster Artikel
Handtaschenraub am ZOB

Vorne Polizei, hinten Flüchtlinge: Die drei Häuser an der Rendsburger Straße in Fockbek sollen im Februar bezugsfertig sein.

Quelle: Jörg Wohlfromm

Fockbek. Fockbek will mit dem Vorhaben zwei Probleme lösen. Die Gemeinde will die Polizeistation im Ort um Beamte aus den Nachbargemeinden Hohn und Hamdorf vergrößern und damit für Fockbek sichern. Gleichzeitig will das Amt dringend benötigten Wohnraum für Flüchtlinge schaffen. Doch wenn die neusten Prognosen zutreffen, wird das nicht reichen. In den beiden Häusern sei in insgesamt acht Wohnungen Platz für bis zu 48 Flüchtlinge.

Die Amtsgemeinschaft Fockbek/Hohner Harde soll bis Endes des Jahres nach der neusten Prognose des Kreises Rendsburg-Eckernförde 295 Flüchtlinge aufnehmen. Nächste Woche erwartet er zwei syrische Familien mit insgesamt acht Personen, sagt Holger Diehr, Fockbeker Bürgermeister und Verwaltungschef der Amtsgemeinschaft. Bisher hat die Amtsgemeinschaft in diesem Jahr 77 Asylbewerber aufgenommen.

Holger Diehr sagt: „Aus heutiger Sicht kann ich nicht sagen, dass wir diese 295 Menschen noch bis Jahresende unterbringen können, weil wir diese Kapazitäten nicht haben.“ Zurzeit habe die Amtsgemeinschaft Wohnungen für bis zu Flüchtlinge angemietet beziehungsweise in Aussicht. „Wir aquirieren Wohnräume, wo es möglich ist.“ Notunterkünfte will Diehr nicht schaffen. „Sporthallen und Vereinsheime lehne ich im Grundsatz ab. Es geht um menschenwürdige Unterbringung.“

Diehr hofft, das die hohe Zahl von Flüchtlingen nicht kommt. Sie basiert auf einer Schätzung des Kreises Rendsburg-Eckernförde, der bis Jahresende mit noch 3400 ankommenden Menschen rechnet. Diehr: „Wie realistisch ist diese Planzahl? Ich bin mir nicht sicher, dass wir diese Zahl wirklich erreichen.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

Testen Sie die KN

Digitales Abo, ePaper,
klassische Tageszeitung
online buchen & testen!

Eckernförder Bucht

Schiffspositionen in
der Eckernförder Bucht,
dem NOK & der Ostsee

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Rendsburg 2/3