25 ° / 17 ° Gewitter

Navigation:
Tauziehen am Ortsrand

Einzelhandel Tauziehen am Ortsrand

Sand ist im Getriebe: Das geplante neue Einkaufszentrum am Ortsrand von Fockbek verzögert sich. Fockbek braucht das Einverständnis des Nachbarn Hohn. Doch dessen Bürgermeister Jürgen Kuhrt gehen die Pläne zu weit. Investoren und Gemeinden suchen einen Kompromiss. Auch ein Scheitern ist möglich.

Voriger Artikel
Hier ist Olympia schon vorbei
Nächster Artikel
Das verräterische I-Pad

Aldi und Edeka liegen an der kleinen Stichstraße Disshorn, die von der Hohner Straße abgeht. Fockbek plant ein größeres Einzelhandelszentrum an der Ortsgrenze, viereinhalb Kilometer von Hohn entfernt.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Fockbek. Erstmals stellten Fockbeks Bürgermeister Holger Diehr, Aldi und Edeka die Pläne im September letzten Jahres vor und nannten diesen Zeitplan für den Umzug des Einkaufszentrums von der Stichstraße Disshorn zur Ortsgrenze Richtung Hohn: Erster Spatenstich im Mai 2016, Eröffnung sechs Monate später. Aldi wollte von jetzt 800 auf 1000 Quadratmeter wachsen, Edeka von 1200 auf knapp 2000 Quadratmeter.

Hohn ist das zu viel, sagt dessen Bürgermeister Jürgen Kuhrt. Er befürchtet, dass Kaufkraft abwandert, wenn rund viereinhalb Kilometer hinter seiner Ortsgrenze ein großes Konsumzentrum entsteht. Und: Auch Hohn plane eine Vergrößerung oder einen Neubau seines Supermarkts. Wehrlos ist die Gemeinde nicht. Hohn könnte womöglich die Fockbeker Pläne platzen lassen, weil es anders als der Nachbar ein Zentralort mit einer über die eigenen Grenzen hinausreichenden Versorgungsaufgabe ist.

Mehrfach haben Bürgermeister und Investoren zu Gesprächen zusammen gesessen. Noch gebe es keinen Kompromiss. Noch hoffen sie auf eine Einigung. Der Gesprächsfaden ist noch nicht gerissen. Jürgen Kuhrt: „Ich bin der Meinung, dass es einen Kompromiss geben muss, das ist aber nicht sicher.“ Holger Diehr: „Es kann ja nur das Ziel sein, dass man untereinander eine Lösung findet.“ Jörg Menking, Edeka Nord: „Wir arbeiten an einem Kompromiss, der alle zufrieden stellt.“ Christian Voiges, Aldi Nord: „Wir warten die Gespräche ab und hoffen, dass man sich einigen kann.“

Diehr versucht, die Lage zu entschärfen: „Wenn Hohn den Wunsch hat, sich zu entwickeln, werden wir das unterstützen.“ Er hält aber fest: Im Oktober werde er seiner Gemeindevertretung empfehlen, den Bebauungsplan für das Einkaufszentrum zu beschließen. Notfalls gehe die Sache dann vor Gericht. „Wir müssen das klären.“ Auf dem Spiel stehe die gesamte weitere Entwicklung seiner Gemeinde am Westrand zu Hohn hin. Da wolle er „Rechtsklarheit und Rechtssicherheit“.

Tatsächlich ist Diehr im Zwiespalt. Der Fockbeker Bürgermeister ist auch Leitender Verwaltungsbeamter im Amt Hohner Harde, muss damit auch die Interessen der Gemeinde Hohn vertreten. Damit komme er klar: „Verhinderungsplanung ist nicht meine Aufgabe, auch nicht als Leitender Verwaltungsbeamter.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

Eckernförder Bucht

Schiffspositionen in
der Eckernförder Bucht,
dem NOK & der Ostsee

THW-Liveticker!

Alle THW-Spiele live
online verfolgen. Mit
dem THW-Liveticker

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Rendsburg 2/3