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Frank Dose knackt den Weltrekord

Fahrt mit schwerstem Fahrrad Frank Dose knackt den Weltrekord

Der Weltrekord ist gebrochen. Frank Dose aus Schacht-Audorf verwirklichte am Sonnabend seinen Traum. Der 49-Jährige fuhr mit seinem selbst gebauten Fahrradkoloss vor den Augen von etwa 1000 Zuschauern 105 Meter weit. Damit ist der Beweis erbracht, dass das schwerste Velo der Welt fahrtüchtig ist.

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Rund 1000 Schaulustige verfolgten das Spektakel am Feuerwehrgerätehaus.

Quelle: Torsten Müller

Schacht-Audorf. Nun hat Dose Anspruch auf einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde.

Auf der Straßenseite gegenüber der Feuerwache scheint die Welt noch in Ordnung. Friedlich grasen Pferde auf einer grünen Weide. Blickwechsel: Menschenauflauf auf dem Vorplatz der Feuerwehr, Bratwurststand, Bierwagen und Tanzmusik. Im Zentrum steht ein wie ein Wikinger aussehender Mann, der von Fernsehkameras umgeben ist und fast pausenlos Interviews gibt. Nichts scheint ihn an diesem Tag anzustrengen. Er ist erfolgsgewiss und steht kurz vor dem Ziel – heute wird er der ganzen Welt zeigen, dass er nicht nur schnacken, sondern auch liefern kann.

Hier finden Sie Fotos vom Weltrekordversuch in Schacht-Audorf.

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„Ich schlafe wie ein Stein, aber nur kurz, weil ich noch so viel zu tun hatte“, sagt Frank Dose. Seit Ende April ackert er wie besessen an der Verwirklichung einer Idee, die sich zunächst daran entzündete, mit einem selbst gebauten Fahrrad zum Wacken Open Air zu fahren. Doch das wird er in diesem Jahr nicht tun, sondern sei eigenes Festival zu Hause inszenieren. Die Vorstellung von diesem Fahrrad wird dabei immer größer. Angetrieben von dem Wunsch, den bisherigen Weltrekord eines Belgiers zu brechen, arbeitet er mit seinen Freunden Arne Clausen, Thomas Schröder und Torsten Renke unablässig daran, dass dieses Mega-Rad immer schwerer wird und dennoch fahrtüchtig bleibt – bis am Ende dieser unpraktische rollende Dinosaurier mit einem Gewicht von 1,08 Tonnen entsteht, der ein unfassbares weltweites Interesse auslöst.

Sabrina Jacob (SPD), Schacht-Audorfs Bürgermeisterin, erfuhr davon sogar im Kroatien-Urlaub, als sie eine deutsche Boulevardzeitung aufschlug. „Du machst Schacht-Audorf in der ganzen Welt bekannt. Du bist ein Vorbild für alle, die eine Idee haben und sie umsetzen wollen“, lobt sie.

Dann ist es soweit. Die Kameraden der freiwilligen Feuerwehr, die ihn unterstützen, schieben den Dinosaurier zum Ende der improvisierten Teststrecke. Frank Dose klettert auf das stählerne Ross und beginnt, die Pedalen zu treten. „Ein gutes Rennrad lässt sich im großen Gang schwerer treten“, hat er vorher noch behauptet. Doch Anstrengung ist nebensächlich, als er durch das Spalier Hunderter ihn anfeuernden Menschen rollt, die seine Freude teilen. Noch ein paar Meter, dann ist es geschafft, und seine Frau Astrid nimmt ihn herzlich in den Arm. Sie weiß, was für einen Schatz sie an diesem Mann hat: „Wir sind 16 Jahre verheiratet, und es wird nicht langweilig mit ihm.“

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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