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Der Ort der Heimat feiert Geburtstag

Freilichtmuseum Molfsee Der Ort der Heimat feiert Geburtstag

Zur Wahl standen Schleswig, Rendsburg und Kiel, die Entscheidung für die Ansiedlung eines Freilichtmuseums fiel vor 50 Jahren auf Molfsee – am Sonntag, 7. Juni, soll das 50-jährige Bestehen unter dem Motto „Das Eigene und das Fremde.

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Einer der Attraktionen im Freilichtmuseum ist die Holländermühle von 1869 aus Hollingstedt.

Quelle: Beate König

Molfsee. Schleswig-Holstein und die Welt im Freilichtmuseum“ gefeiert werden. Mit Musik auf den Wegen und in den Häusern sowie vielen Mitmach-Gelegenheiten und Aktionen laden Museumsdirektor Dr. Wolfgang Rüther und sein Team zur besonderen Geburtstagsfete ein.

 Doch um das Bestehen feiern zu können, mussten bereits lange vor der Eröffnung steinige Wege gegangen werden. Auslöser war – so ist es in den Museumsberichten überliefert – eine Schenkung. Der Besitzer des Eiderstedter Haubargs „Roter Lau“, Hans Muhl, soll im Jahr 1953 dem damaligen Ministerpräsidenten Friedrich-Wilhelm Lübke den Haubarg als Geschenk angeboten haben. Lübke lehnte ab, und das historische Gebäude musste, um es zu erhalten, nach Dänemark verkauft werden und fand eine neue Heimat im dortigen Freilichtmuseum. Der Sturm der Entrüstung war groß, und damit wuchs der Wunsch nach einem ebensolchen Freilichtmuseum, um kulturhistorisch bedeutsame ländliche Denkmäler zu erhalten.

 Dennoch war der Weg zum Museum nicht einfach, denn der erste offizielle Vorschlag auf Schaffung eines „bäuerlichen Freilichtmuseums“ scheiterte. Unterstützung kam vom Schleswig-Holsteinischen Heimatbund, 1958 gründete sich ein Trägerverein mit dem Namen „Schleswig-Holsteinisches Freilichtmuseum“ und im selben Jahr wurde das Barghaus aus Arentsee gekauft – obwohl es noch keinen Standort gab. 1960 fiel die Entscheidung für Molfsee, 1961 rückten die Bagger an und am 19. Juni 1965 wurde die Eröffnung des Museums mit den ersten 13 Objekten und 650 Besuchern gefeiert.

 Seitdem hat sich viel getan, mehr als 60 Gebäude und historische Anlagen laden die Besucher zum Bummeln ein, zusätzlich gibt es viele interessante Märkte und wertvolle Ausstellungen, die das Freilichtmuseum zu einem mit Geschichte und Geschichten prall gefüllten Juwel in Schleswig-Holstein machen. Ein weiterer Meilenstein in der Historie ist der 1. Januar 2013, denn seit dem Tag gehört das Freilichtmuseum zur Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf und trägt nun den Namen Freilichtmuseum Molfsee – Landesmuseum für Volkskunde.

 Ein halbes Jahrhundert, in dem auch das Freilichtmuseum nicht immer nur auf rosige Zeiten geblickt hat, wird nicht ohne Festakt gefeiert. Ab 11 Uhr beginnt die Feierstunde für geladene Gäste in der Winkelscheune, unter anderem werden Ministerpräsident Torsten Albig als Gratulant ebenso wie Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer erwartet.

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Ein Artikel von
Sorka Susann Eixmann
Holsteiner Zeitung

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