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Molfsee: Junger Uhu wurde gerettet

Mit Video Molfsee: Junger Uhu wurde gerettet

Kleiner Schreckmoment zum Auftakt des Gärtnermarktes im Freilichtmuseum Molfsee: Ein junger Uhu war am Sonnabend aus dem Nest gefallen. An der Rettungsaktion beteiligte sich auch eine KN-Redakteurin.

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Wieder sicher im Nest am Freichlichtmuseum Molfsee: zwei Uhu-Babys.

Quelle: Sorka Eixmann

Molfsee. Schreck in der Morgenstunde für Museumsmitarbeiter Thorsten Matthiessen: Als er auf seinem Rundgang zum Öffnen der Museumshäuser am Sonnabendmorgen an der Gulfscheune ankommt, findet er auf dem Boden einen Jung-Uhu. „Nass und schmuddelig war er“, sagt Matthiessen, der natürlich wusste, dass das Jungtier in das Nest oberhalb des Giebels gehört. Doch was tun? „Erstmal habe ich den Museumslandwirt Uwe Jansen informiert, der war auch schon im Gelände.“

Schnell nahmen die beiden den nassen Jungvogel auf und packten ihn in ein warmes Strohbett. „Und dann habe ich die Heizung im Auto hochgedreht, damit er wieder trocken wird.“ Inzwischen telefoniert Jansen diverse Experten an – der Rat war eindeutig: „Der Uhu sollte wieder ins Nest.“ Aber wie? Rund 15 Meter hoch ist der Giebel der historischen Scheune, mit normalen Leitern wird das nichts. „Da fiel mir die Feuerwehr ein.“

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Kurze Zeit später war Molfsees Wehrführer Jens Clausen vor Ort, er informierte die Bordesholmer Kollegen mit dem Drehleiterwagen. Ein ungewöhnlicher Einsatz? „Ja“, nickt Michael Mäusling, „Katzen haben wir schon aus Bäumen geholt, aber noch nie einen Uhu wieder ins Nest gesetzt.“

Doch Wehrleute können eben (fast) alles: Mit KN-Redakteurin Sorka Eixmann, die sich des Junguhus angenommen hatte, und Michael Böhler im Korb ging es in die Höhe. Das Uhu-Weibchen hatte schon das Weite gesucht, sodass Böhler und Eixmann vorsichtig Nummer drei wieder zu seinen Geschwistern setzen konnten. Dabei fiel dem Bordesholmer Feuerwehrmann auf, dass der Horst doch ziemlich klein und die Jungtiere schon sehr nah an der Kanten saßen.

Wieder unten angekommen, steckten die Männern die Köpfe zusammen und entschieden: „Wir installieren ein Draht, damit nicht der nächste Uhu rauskullert.“ Gesagt, getan: Erneut ging es nach oben, dort wurde ein kleines Stück Maschendraht quasi als Kante befestigt. „Das müsste halten“, so die Hoffnung von Böhler, Mäusling, Jansen und Matthiessen. Die jungen Uhus machten ebenfalls einen zufriedenen Eindruck – nun muss es nur noch der Uhu-Mutter gefallen.

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Ein Artikel von
Sorka Susann Eixmann
Holsteiner Zeitung

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Freilichtmuseum Molfsee
Foto: Michael Hildebrandt, im Freilichtmuseum für die Bauunterhaltung und Objektbewirtschaftung zuständig, war als Uhu-Retter unterwegs.

Michael Hildebrandt vom Freilichtmuseum Molfsee ist manchmal als Lebensretter im Einsatz: Ein Uhu-Jungtiere war offenbar etwas übermütig auf dem First der alten Scheune herumgeklettert, hatte dabei das Gleichgewicht verloren und war das Reetdach heruntergekullert.

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