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Uhu-Paar brütet auf der Gulfscheune

Freilichtmuseum Molfsee Uhu-Paar brütet auf der Gulfscheune

Das Uhu-Pärchen ist zurück im Freilichtmuseum Molfsee. Zum Brüten haben sich die gefiederten Besucher diesmal allerdings einen Platz mit Seeblick gesucht. Die Uhu-Dame hockt in ihrem Nest auf dem Dach der Gulfscheune. Zuvor nistete sie lieber auf Haus Heidenreich. Hier musste aber der Giebel saniert werden.

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Der Uhu im Freilichtmuseum Molfsee brütet wieder.

Quelle: Sven Janssen

Molfsee. Ruhig sitzt er auf dem Dach der Gulfscheune aus Brokreihe im Freilichtmuseum Molfsee und blickt auf den See, auf dem Gänse und Enten nach Nahrung suchen. Nur ab und zu bewegen sich seine Federohren, denn aufmerksam ist er: Der Uhu im Freilichtmuseum brütet wieder, zwar ist er umgezogen, aber dem Museum treu geblieben.

 An seinem alten Brutplatz – zwei Jahre konnte er am Haus Heidenreich aus Herzhorn beobachtet werden – musste der Giebel des Hauses saniert werden. „Vielleicht wurde das Paar dabei in der Balz gestört, so dass es sich einen neuen Platz gesucht hat“, erklärt Museumsmitarbeiter Michael Hildebrandt, der sich als passionierter Jäger in Sachen Natur und Wildtiere gut auskennt.

 Der Großteil der Uhus beginnt im März mit dem Brüten, der Rest der Brutpaare folgt im April. „Leider ist der Brutplatz immer so hoch bei uns im Museum, dass wir nicht nachgucken können, wie viele Eier gelegt werden“, sagt Hildebrandt. Meist besteht ein Gelege aus zwei bis drei, gelegentlich vier Eiern, die im Abstand von drei bis vier Tagen gelegt werden. „Das Weibchen brütet allein, es ist bei dem Paar auch das größere Exemplar.“

 Das Uhu-Weibchen wird also rund 35 Tage mit Seeblick brüten, das Uhu-Männchen wird so lange für Nahrung sorgen. Apropos Futter: Das Nahrungspektrum ist breit, bevorzugt gehören aber vor allem Igel, Ratten, Mäuse, Kaninchen, Rabenvögel, Tauben und Enten dazu. „Der Uhu richtet sich da ein bisschen nach seinem Revier. Wenn viele Enten da sind, dann werden die auch bevorzugt gefressen.“ Die frisch geschlüpften Uhus tragen ein weißliches Daunenkleid und wiegen durchschnittlich 60 Gramm. Im Alter von sechs Tagen sind die Nestlinge erstmals in der Lage, auf ihren Fersen zu hocken, mit 16 Tagen können sie bereits stehen. Ob Nestlinge den Horst verlassen und damit zu sogenannten Ästlingen werden, ist vom Brutplatz abhängig. Mit acht Wochen können die Jungvögel fliegen, werden aber bis fünf Monate von den Eltern versorgt.

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Ein Artikel von
Sorka Susann Eixmann
Holsteiner Zeitung

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