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Weniger Pflege, aber mehr Grabkultur

Friedhof Timmaspe Weniger Pflege, aber mehr Grabkultur

Kein „Golfplatz mit Rasen“ sondern eine Friedhofskultur mit Grabsteinen, bunten Saisonblumen und Bodendeckern: So stellt sich Timmaspes Bürgermeisterin Meike Derner den Idealzustand für die gemeindliche Ruhestätte vor. Sie hat auch schon eine Idee zur Umsetzung.

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Bürgermeisterin Meike Derner möchte verhindern, dass die Friedhofskultur auf dem Timmapser Friedhof verloren geht.

Quelle: Gunda Meyer

Timmaspe. Der Trend bei den Bestattungen geht zur Urnenbestattung und damit zu immer weniger Grabbepflanzungen. Derner regt deshalb an, Sarg-Gräber anzubieten, bei denen nur die Hälfte der Fläche bewirtschaftet werden muss. Auf dem restlichen Teil würde Rasen gesät.

„Dadurch hätten wir zumindest einen Teil des Grabes bepflanzt“, erklärt Derner, die das Thema bereits beim jüngsten Bauausschuss angesprochen hatte. Gerade älteren Angehörigen werde die Grabpflege schnell zu viel und diese würden sich deshalb für Urnen oder Rasenplattengräber entscheiden. Derzeit sind von den rund 350 Grabfeldern auf dem Timmasper Friedhof rund 100 Urnengräber. „Auf unserem Friedhof liegen nur Menschen, die in Timmaspe gewohnt haben oder mit dem Ort verbunden sind“, sagt Derner.

Der finanzielle Aspekt dürfte bei der Entscheidung der Bestattungsart für die Angehörigen in Timmaspe nicht ausschlaggebend sein, denn die Grabnutzungsgebühren sind identisch. Sie liegen für 20 Jahre bei 160 Euro, für 30 Jahre bei 230 Euro. Allerdings sind die einmaligen Beerdigungsgebühren bei den Särgen 90 Euro höher als bei den Urnen.

Erste Ideen zu Umsetzung der teil-bepflanzen Gräber haben Meike Derner und der Friedhofsbeauftragte Rolf Stieper schon. „Wir haben das mittelfristig auf der Agenda, ich werde das Thema bei der Gemeindevertretung ansprechen und schon bei der nächsten Einwohnerversammlung könnte es konkreter werden“, sagt Derner.

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