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Bordesholm: Mehr Platz als Flüchtlinge

Wohnungen stehen leer Bordesholm: Mehr Platz als Flüchtlinge

Die 2015 angesichts der Flüchtlingswelle beschlossene Aufstockung des Rathauses in Bordesholm ist wieder vom Tisch. „Wir werden das nicht brauchen“, sagte Amtsdirektor Heinrich Lembrecht. Die aktuelle Flüchtlingssituation ist am 30. Mai ab 19 Uhr im Rathaus Thema beim „2. Bordesholmer Flüchtlingsgipfel“.

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Die neue Garagenhalle braucht das Amt nicht mehr als Notunterkunft für Flüchtlinge. Die 200 Quadratmeter sollen anderweitig genutzt werden: Angedacht ist eine Vermietung an die Bordesholmer Tafel. Daniel Ladehoff (von links), Amtsdirektor Heinrich Lembrecht und Amtsvorsteher Torsten Teegen beraten vor Ort die weiteren Schritte, die der Politik vorgeschlagen werden sollen.

Quelle: Frank Scheer

Bordesholm. Das Amt wolle mit dieser Einwohnerversammlung Wort halten, sagte Heinrich Lembrecht. „Wir wollen mit der Öffentlichkeit im Gespräch bleiben. Das haben wir bei der ersten Veranstaltung am 29. Oktober versprochen.“ Die dezentrale Unterbringung, die Integration, Probleme, aber auch aktuelle Entwicklungen zum Thema Zuwanderung sollen angesprochen werden. Nach Angaben von Daniel Ladehoff könne man von einer spürbaren Entlastung bei der Zuweisung noch nicht sprechen. Zurzeit leben 265 Flüchtlinge aus 15 verschiedenen Staaten in neun Orten des Amtes. In diesem Jahr sind bisher 64 Personen gekommen. Der Hauptteil der Flüchtlinge stammt aus Syrien (109) und dem Irak (42). In Bordesholm (164) und Wattenbek (46) sind erwartungsgemäß die meisten Personen untergebracht.

 Die Situation auf dem Wohnungsmarkt hat sich, auch durch den Kauf eines Gewerbebetriebs und Umbau zur Unterkunft für zehn Menschen, entspannt. Das Amt mietet seit März auch keine neuen Immobilien mehr, weil neun gemietete Objekte leerstehen. Die Kosten pro Monat für den Leerstand belaufen sich auf rund 14000 Euro – Geld, das dem Amt niemand zurückerstattet. „Nach und nach werden die Wohnungen in den nächsten Wochen aber belegt“, sagte Lembrecht. Auch bei der Notunterkunft im Lüttparten, die inklusive Kaufpreis 285000 Euro gekostet hat, ist auf die Bremse getreten worden. Die Halle werde eigentlich nicht mehr für Flüchtlinge benötigt. „Man ist über eine anderweitige Nutzung im Gespräch. Die Bordesholmer Tafel hätte Interesse, politische Beschlüsse dafür gibt es aber noch nicht“, so der Amtsdirektor.

 Großes Thema bei der Einwohnerversammlung soll auch die Integration werden. Pastorin Stefanie Kämpf wird über die Situation berichten. Sie sucht weitere Paten für die Betreuung der Menschen. Bordesholm werden immer mehr Familien mit Kindern zugewiesen. Von den 265 Flüchtlingen derzeit sind 79 unter 18 Jahren: Und davon gehen rund 70 in Kindergärten und Schulen – „die beste Integration sowohl für die Kinder als auch Eltern“, so Ladehoff. Er kündigte für den Juli einen Verkehrskurs für alle Fahrrad fahrenden Flüchtlinge an.

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