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Basketball statt Kühlwaren

Gabelstaplerfahren Basketball statt Kühlwaren

Die besten Staplerfahrer Deutschlands treffen sich vom Mitte September bei der Deutschen Meisterschaft in Aschaffenburg. Benjamin Körber aus Rendsburg ist mit dabei. Beim Regionalentscheid in Hamburg setzte er sich gegen über 90 Konkurrenten durch und belegte den zweiten Platz.

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Benjamin Körber will bester Staplerfahrer in Deutschland werden. Auf regionaler Ebene ist er bereits Vizemeister.

Quelle: Malte Kühl

Borgstedtfelde. Benjamin Körber hat sich für die Meisterschaft qualifiziert. Er wolle bei den Deutschen Meisterschaften das Möglichste rausholen, sagt er. Der 34-jährige Rendsburger ist Lagerleiter bei Wohlert-Kühllogistik in Borgstedtfelde und sitzt mehrere Stunden täglich auf einem Gabelstapler. Dabei bewegt er tiefgekühlte Waren mit der Maschine. Trainieren könne er für den Wettkampf nicht, meint Körber, „man weiß nie, was auf einen zukommt.“ Die Aufgaben werden nämlich erst bei der Meisterschaft bekannt gegeben. Der tägliche Umgang mit dem Gabelstapler mache sich hier bezahlt, denn das Feingefühl komme erst mit der Erfahrung.

 Bei der Deutschen Meisterschaft vom 15. bis 17. September geht es aber nicht darum, dass Waren möglichst schnell von A nach B kommen, es ist etwas kniffeliger. „Bei den Regionalmeisterschaften mussten wir Golfbälle in Eierbecher heben und einen Basketball mit dem Stapler balancieren“, sagt der Stapler-Profi. Jedes Jahr gibt es mehrere Disziplinen, die es in Bestzeit und ohne Fehler zu absolvieren gilt. Dafür müsse man jedes Detail des Staplers kennen, ein falscher Handgriff uns schon geht Zeit verloren.

 Insgesamt sechs Aufgaben musste der Rendsburger beim Regionalentscheid bewältigen. Dazu kommt, dass es unterschiedliche Bau- und Antriebsarten gibt. „Wer sich nur mit einem Typen auskennt, hat einen Nachteil“, sagt der Lagerleiter. Den meisten Teilnehmern falle der Umgang mit Schubmaststaplern schwer. Bei dem Modell sitzt der Fahrer seitlich zur Gabel und die Hebel sind anders angeordnet, erläutert Körber. „Man muss umdenken können. Schubmaststapler sind die Königsdisziplin.“

 Seit zwölf Jahren gibt es die Meisterschaften im Staplerfahren. In Aschaffenburg trifft Benjamin Körber auf 150 Konkurrenten aus dem ganzen Bundesgebiet und laut Veranstalter rund 15000 Besucher mit einem großen Rahmenprogramm. Der Rendsburger Körber bleibt angesichts des Trubels typisch norddeutsch: ruhig und gelassen. Die richtigen Voraussetzungen fürs Staplerfahren.

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