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Der Sheriff von Groß Buchwald

Gerhard Gold Der Sheriff von Groß Buchwald

Wenn Gerhard Gold in seinem Ford Crown Victoria durch die Straßen rollt, kann er sich der Aufmerksamkeit aller Verkehrsteilnehmer sicher sein: Der Groß Buchwalder fährt ein original amerikanisches Polizeiauto – komplett ausgestattet mit Sirenen, Funkgerät und Hoheitsabzeichen. Und der schwarzweiß lackierte Achtzylinder geriet auch schon in den Blickpunkt echter Ordnungshüter.

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Ein ganzes Dorf feiert die Kunst

Gerhard Gold ist oft stilgerecht mit dem Stetson-Hut in seinem Polizeiauto unterwegs.

Quelle: Sven Tietgen

Groß Buchwald. Den auffälligen Viertürer stoppte jüngst eine Streife im benachbarten Reesdorf. Gerhard Gold, der gerade ein Hochzeitspaar zur Trauung kutschiert hatte, wurde zum Aussteigen aufgefordert. „Dann haben die Polizisten aber breit gegrinst und baten um ein Foto mit mir und meinem Wagen“, erzählte der 74-jährige Rentner. Denn neben dem 250 PS starken USA-Import fungiert auch der Fahrer als „Hingucker“. Passend zum Wagen prangt auf Golds Brust ein Sheriff-Stern, Aufnäher mit Abzeichen amerikanischer Polizeibehörden zieren die Hemdsärmel, das Haupt ist wahlweise von einem Stetson oder einem Käppi gekrönt – bestickt in goldenen Farben mit den Initialen der US-Grenzpolizei.

Das sind die Bilder von Gerhard Gold aus Groß Buchwald.

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Gern gibt Gerhard Gold zu, ein USA- und Western-Fan zu sein. „Das war schon immer so, meine Mutter hatte wohl ein Verhältnis zu John Wayne“, sagte der Groß Buchwalder mit einem Augenzwinkern. Das Faible für historische Cowboy-Helden vom Schlage eines Wyatt Earp oder aktuelle Streiter für Recht und Ordnung wie Sheriff Joe Arpaio in Arizona ist auch in seinem Blockhaus sichtbar. An den Wänden baumeln Colts neben Bildern von Westernhelden, die US-Flagge ziert Portraits von Elvis und James Dean. Vor fast 30 Jahren flog er erstmals in die Staaten, seitdem jettete er mehrfach in die Vereinigten Staaten und spürte dort in Wüstenstädtchen dem Lebensgefühl der „Amis“ nach. Ein wuchtiges Stück Amerika beherrscht das Wohnzimmer, dort steht eine ganz spezielle Harley Davidson: Gerhard Gold hatte sich zu seinem 67-jährigen Geburtstag eine Polizei-Version des amerikanischen Kult-Motorrads geschenkt.

Aus gesundheitlichen Gründen sattelte der USA-Fan jetzt auf einen bequemeren Untersatz um. Wie vor Jahren bei der Harley genehmigte die Zulassungsstelle jetzt auch beim Polizei-Ford die spezielle Ausstattung mit Blaulicht und Sirenen. Auf öffentlichen Straßen darf Gold die Lichtanlage oder den typisch amerikanischen Sirenensound nicht einschalten. Wenn er bei besonderen Situationen Freunde mit Blaulicht und jaulendem Alarm überraschen will, fragt er vorher bei den Ordnungsbehörden um Erlaubnis. „Das ist meistens überhaupt kein Problem, genau wie die Begegnungen mit der örtlichen Polizei, ich werde immer freundlich gegrüßt.“

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