21 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
Gehen Windräder noch 2015 ans Netz?

Gehen Windräder noch 2015 ans Netz?

Die Bauleitplanung für die geplanten drei Windkraftanlagen in Quarnbek ist auf der Zielgeraden. Wegen des Zeitdrucks tagte die Gemeindevertretung am Montagabend in außerordentlicher Sitzung. Bei zwei Gegenstimmen fasste sie den Auslegungsbeschluss für den Bebauungsplan 13 (“Groß Niedeel“) zwischen Kreisstraße 3 und der Autobahn 210. Ob der Windpark noch in diesem Jahr ans Netz gehen kann, steht aber in den Sternen. Die Folgen des OVG-Urteils sind noch unklar.

Voriger Artikel
Eltern sollen weiter zahlen
Nächster Artikel
Kreisverkehr an der Kreuzung?

Ausgleichsfläche am Achterwehrer Schifffahrtskanal: Der ehemalige Moorboden soll wieder vernässt werden. Dafür muss parallel zum Burwiesengraben eine ein Meter tiefe Sperrwand eingezogen werden.

Quelle: TM

Quarnbek. Ursprünglich sollte die Entscheidung schon vor einem Monat fallen, doch dann entdeckten die Gemeindevertreter, dass der großflächige Ausgleich für den notwendigen Eingriff in Natur und Landschaft – anders als im städtebaulichen Vertrag vereinbart – außerhalb Quarnbeks geplant war. Wie berichtet, zogen die Fraktionen die Notbremse – Projektplaner und Grundeigentümer mussten rasant umplanen, um den Ausgleich innerhalb der Gemeinde zu finden. Im kommenden Jahr verringert sich die Einspeisevergütung pro Vierteljahr um 0,4 Prozentpunkte. Die Investition liegt nach Angaben von Denker & Wulf bei etwa 13 Millionen Euro. Wolfgang Gradert (CDU), Bauausschussvorsitzender, hatte bereits in den vorausgegangen Fachausschuss-Sitzungen betont, dass nicht die Gemeinde die Schuld an den Verzögerungen trage.

 In der jetzigen Sitzung äußerte Harald Steffen (WIR) Kritik am Grünplaner: „Wir haben uns eine Woche lang den Kopf zerbrochen, wo und wie wir den Ausgleich schaffen können. Das ist doch die Aufgabe des Planers.“ Sowohl er als auch Tanja Metz (WIR) stimmten gegen die Beschlussempfehlung zum B-Plan. Für Steffen war es nicht das „Optimum“, was die Gemeinde aus seiner Sicht hätte erreichen können. Die Mehrheit stimmte für den Ausgleich auf einer 13 Hektar großen Fläche am Achterwehrer Schifffahrtskanal. Am Burwiesengraben sollen zwei entwässerte Moorflächen wieder vernässt und ein Bruchwald mit Fichten zu einem reinen Eichenwald entwickelt werden.

 Durch den B-Plan wird der Standort Groß Niedeel als nur noch einzige Windnutzungsfläche in Quarnbek festgelegt. Die drei Anlagen dürfen eine maximale Rotorhöhe von 150 Metern über Gelände aufweisen, die Nabenhöhe wurde auf maximal 93,5 Meter festgelegt. Bei den Bauarbeiten könnten steinzeitliche Funde zu Tage treten.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Eckernförder Bucht

Schiffspositionen in
der Eckernförder Bucht,
dem NOK & der Ostsee

Anzeige
Mehr zum Artikel
Planungen in Quarnbek
Foto: Auf dem Acker (rechts) sollen drei Windräder errichtet werden. Parallel zur Kreisstraße 3 nach Melsdorf wünscht sich die Gemeinde Quarnbek jenseits des Knicks die Anlage eines Schotterweges, auf dem Radler fahren können.

Die Windkraftplanung in Quarnbek verzögert sich erneut: Im Rahmen der aktuellen Bauleitplanung haben Naturschützer Bedenken wegen des möglichen Vorhandenseins von Rotmilan, Seeadler und Fledermäusen vorgetragen.

Kostenpflichtiger Inhalt mehr