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Geländer bleiben stehen

Bordesholm Geländer bleiben stehen

Die Geländer an den Fußwegen der Kreuzung L318/Holstenstraße in Bordesholm bleiben erhalten. Der Ausschuss für Infrastruktur beschloss am Donnerstagabend nach einer längeren Debatte, das öffentlich umstrittene Vorhaben nicht weiter zu verfolgen. Sicherheitsaspekte für kleine Kinder waren ausschlaggebend.

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Für die Sicherheit: Die Geländer trennen Schulkinder an der Kreuzung L318/Holstenstraße vom Fahrzeugverkehr.

Quelle: Frank Scheer

Bordesholm. Deutlich wurde aber auch, dass der Kreuzungsbereich sehr problematisch für Radfahrer ist. Von Kiel in Richtung Neumünster gibt es auf der rechten Seite nur bis zur Anliegerstraße Erlengrund eine Trasse. Der eigentliche Radweg verläuft ab der Bahnhofstraße auf der linken Seite, so dass viele der Pedaltreter immer grundsätzlich auf der linken Seite bleiben.

 Ursprünglich war vorgesehen, an der Kreuzung L318/Holstenstraße – nach Polizeiangaben handelt es sich um keinen Unfallschwerpunkt – die vier Geländer an den Rändern abzumontieren und deutlich sichtbare Trassen für Radfahrer auf der Fahrbahn zu markieren. Verkehrsexperten halten solche Lösungen für sicherer, weil der motorisierte Verkehr die auf den Straßen fahrenden Radfahrer mehr im Auge haben muss. Eine überwiegende Mehrheit der Gremiumsmitglieder lehnte das Vorhaben aber ab. Zukünftig werden viele Radfahrer in Nord-Süd-Richtung weiterhin über die Fußwege die Kreuzung überqueren.

 Bürgermeister Helmut Tiede bewertete den Beschluss so: „Für die Grundschüler ist das die beste Lösung. In den letzten Jahrzehnten sind dort mehrere Kinder tödlich verunglückt. Eine Ideallösung für den Bereich gibt es allerdings nicht.“ Norbert Baschke (CDU) berichtete in der Debatte, dass der Schulelternbeirat der Lindengrundschule appelliert habe, an den Geländern festzuhalten. Eine Mutter betonte während der Debatte: „Für mich sind die Gitter eine Beruhigung, die Kinder dort fahren zu lassen.“

 Lindenschul-Rektorin Christiane Koser sagte auf Nachfrage, dass der Knotenpunkt nicht ohne sei. „Dass die Geländer bleiben, ist rein vom Menschenverstand her eine vernünftige Entscheidung. Die Kleinen sind manchmal so spontan, da ist so eine Barriere schon gut.“

 Der Ausschuss verständigte sich aber darauf, einen Teilbereich der Holstenstraße – von der Kreuzung in Richtung Alt-Bordesholm – neu asphaltieren zu lassen. Es handelt sich um ein 250 Quadratmeter großes Stück. Ordnungsamtsleiter Sven Ingwersen betonte, dass „die jetzige Sprungschanze“ im Asphalt dadurch verschwinden werden. Beate Volkers (SPD) berichtete, dass sich in der Mulde nach starken Regenfällen immer ein „zweiter Bordesholmer See“ bilde.

 Die Asphaltierung wird nach Schätzungen rund 20000 Euro kosten. Die Realisierung soll im Rahmen der L318-Sanierung in den Sommerferien im August erfolgen. 26000 Euro werden durch den Verzicht auf das Radfahrer-Projekt eingespart. Allerdings sollen die zum Teil rostigen Geländer überprüft und gegebenenfalls durch neue ersetzt werden.

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