22 ° / 13 ° wolkig

Navigation:
In 40 Stunden zum neuen Vogel

Eckernförde In 40 Stunden zum neuen Vogel

Noch streckt der Papagoyenvogel seinen gelben Schnabel stolz in die Höhe, doch seinem Schicksal wird der hölzerne Freund nicht entgehen. „Ich bin wie in jedem Jahr begeistert“, lobte Aribert Bramhoff, Vorsitzender der Eckernförder Bürgerschützengilde, am Sonnabend das für „schießtauglich“ befundene Werk bei der offiziellen „Abnahme“.

Voriger Artikel
Oldtimer-Fans und die Liebe zum Details
Nächster Artikel
Klönen über Knattermaschinen

Daumen hoch für den Papagoyenvogel der Eckernförder Bürgerschützengilde, der wieder ein Unikat und schon bald zum Abschuss freigegeben ist: Gunter Niemann, Kelvin Stapelfeldt, Hans-Peter Klinck, Aribert Bramhoff und Peter Büchert (von links) sind mit dem Werk zufrieden.

Quelle: Jan Torben Budde

Eckernförde. Immerhin haben Gildebrüder den 1,65 Meter hohen Vogel mit einer Spannweite von etwa 1,63 Metern und einem Gewicht von 35 Kilo selbst angefertigt.

„Er ist aus frisch geschlagener Erle“, berichtete Kelvin Stapelfeldt, Schützenmeister der Gelbe Westengilde. Nachdem ein Drechsler seine Arbeit verrichtet hatte, holte der 42-jährige Holztechniker die Bauteile ab. Er sägte, bohrte und leimte. Stapelfeldt: „Hierzu gibt es Schablonen, die die Positionen der einzelnen Teile zueinander vorgeben.“ Danach erhält der Papagoyenvogel von Gildebruder Hans-Peter Klinck einen kunstvollen Anstrich. Über 40 Jahre übernimmt der Malermeister schon diese ehrenvolle Aufgabe, wofür es traditionelle Vorgaben gibt. Beide investierten jeweils rund 20 Stunden in das gute Stück. Immerhin besteht der Vogel aus 71 Einzelteilen, wovon 15 in einer bestimmten Reihenfolge abgeschossen werden müssen – darunter Zepter, Reichsapfel, Fahnen, Krone, Kopf, Flügel und Schwanz.

Das Schießen beginnt am Pfingstdienstag, 26. Mai, um 14 Uhr am Eckernförder Strand vor der Stadthalle, wo der Vogel bereits am Vortag nach einem Umzug durch die Stadt gegen 16.20 Uhr gerichtet werden soll. Zu allerletzt zielen die Gildebrüder – etwa 35 von ihnen treten dazu mit Büchsen und Karabinern an – auf den Rumpf. Dabei handelt es sich um den Königsschuss. „Einfach wunderbar“, fanden auch der zweite Vorsitzende Peter Büchert und der ehemalige Vorsitzende Gunter Niemann den Papagoyenvogel, der in einem Friseursalon am Ochsenkopf ausgestellt wird.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Testen Sie die KN

Digitales Abo, ePaper,
klassische Tageszeitung
online buchen & testen!

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Anzeige