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Geld für die Ehrenamtler

Flüchtlingsarbeit Geld für die Ehrenamtler

Mehr Geld, um Fahrräder für Flüchtlinge zu reparieren, und mehr Geld für Unterrichtsmaterialien zum Deutschlernen: 1250 Euro spendete die Bürgerstiftung Nortorfer Land an den Freundeskreis für Asylsuchende im Nortorfer Land (FANL) und die Volkshochschule Nortorfer Ring für die ehrenamtlich betriebene Fahrradwerkstatt und die ehrenamtlichen Deutsch-Sprachkurse.

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Der FANL freut sich gemeinsam mit der VHS über die Spende: Hildegund Brandenbusch-Geiser (vorn) konnte Material zum Deutschlernen besorgen, Klaus Schuldt nutzt das Geld für die Fahrradwerkstatt. Hinten stehen (von links) Anja Spliessgardt, Vorstand Bürgerstiftung, Brigitte Oeltzen von der VHS, Pastorin Susanne Büstrin da Costa und Klaus Pommrehn, Vorstand Bürgerstiftung.

Quelle: Saric

Nortorf. „Wir haben den Projektantrag geprüft und entschieden, 500 Euro an die Kirchengemeinde für die Fahrradwerkstatt zu vergeben und 750 Euro für die Ausstattung der freiwilligen Sprachkurse an die Volkshochschule“, berichtete Anja Spliessgardt, Vorsitzende des Bürgerstiftungsvorstandes. Den Antrag an die Stiftung hatte Klaus Schuldt vom FANL gestellt, der unter anderem die Fahrradwerkstatt mit vier weiteren Ehrenamtlichen betreut. „Weil ich erfuhr, dass Projekte gefördert werden können und wir für unsere Arbeit natürlich sehr viel Geld benötigen – nicht nur für diese beiden Projekte“, begründete er. „Derzeit haben wir 180 Asylbewerber, in diesen Tagen kommen 20 weitere dazu.“ Bereits 80 gespendete Räder seien im vergangenen Jahr gemeinsam mit den Flüchtlingen repariert und ihnen dann zur Verfügung gestellt worden. „Da fallen jede Menge Kosten an für Lampen, Rücklichter, dann muss mal ein Schlauch gewechselt werden, und die vielen kleinen Teile. Das geht ins Geld.“ Umso mehr freute er sich über die Spende.

 „Die ehrenamtlich geleiteten Sprachkurse wollen nicht konkurrieren mit den staatlich geförderten Maßnahmen“, erzählte Hildegund Brandenbusch-Geisler von der VHS. Vielmehr sollen diese Kurse, „Treffpunkt Deutsch“ genannt, nach der Ankunft der Menschen helfen, in einem Raum zum Lernen, zur Begegnung und zum miteinander Sprechen anzudocken, so die Kurs-Koordinatorin. Von dem Geld würden Lehrbücher für unterschiedliche Sprachniveaus gekauft, Starterhefte für Deutsch, aber auch Stifte und Papier. „Das ist natürlich wunderbar.“ Derzeit gebe es sieben freiwillig Lehrende, die drei Treffpunkte und vier laufende Deutschkurse unterrichten, so Brandenbusch-Geisler. Etwa 30 Asylbewerber würden die Kurse regelmäßig besuchen, darunter sechs Analphabeten.

 „Ich finde es bewundernswert, was Sie die ganze Zeit schon leisten“, lobte Spliessgardt das Engagement. „In Nortorf läuft das wirklich ganz vorbildlich, auch wie hier alles vernetzt, verzahnt und strukturiert ist“, ergänzte Pastorin Susanne Büstrin da Costa. Brigitte Oeltzen von der VHS brachte es auf den Punkt: Sprachkurse und die Mobilität durch Fahrräder seien wichtige Grundstöcke für die Integration.

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