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Welchen Weg nehmen die Kieslaster ab 2016?

Achterwehr Welchen Weg nehmen die Kieslaster ab 2016?

Der Druck auf die Gemeinde Achterwehr, ab 2016 den Schwerlastverkehr über den Fegefeuerweg zur Kiesgrube Schönwohld zu unterbinden, wird stärker. Etwa 20 Bewohner des Ortsteils haben Bürgermeisterin Anne Katrin Kittmann (SPD) aufgefordert, im November eine Einwohnerversammlung zum Thema Kiesgrube abzuhalten.

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Bis Silvester muss die neue Zufahrt (Foto rechts) zur Kiesgrube Schönwohld fertiggestellt sein.

Quelle: Torsten Müller

Achterwehr. Anwohner beklagen erhebliche Lärm- und Staubbelastungen durch zunehmenden Lastwagenverkehr mit Anhängern. Zur Sitzung sollen auch potenzielle Kaufinteressenten der Kiesgrube eingeladen werden. Nach Informationen dieser Zeitung steht Eigentümerin Anne Steiskal in Verhandlungen mit der Firma Glindemann, die bereits die Kiesgrube nutzt. 2013 hatte die Eigentümerin einen Vertrag mit der Gemeinde geschlossen. Er verlangt bis zum Jahresende den Bau eines 320 Meter langen Entlastungsweges. Für diese Trasse, die vom Deponieweg zur Kiesgrube führt, hat die Gemeinde bereits eine Ackerfläche erworben, die rund 100000 Euro gekostet hat.

 Möglicherweise war der Kauf gar nicht nötig. Denn derzeit lässt die Bürgermeisterin eine alte Streckenalternative erneut prüfen. Diese Trasse würde vom Deponieweg über den Flucht- und Rettungsweg der Kieler Deponie zum Eingang der Kiesgrube verlaufen. Nach Angaben von Kittmann sei dies ein Anliegen von Anwohnern des Fegefeuerweges, weil dadurch die Zufahrt noch weiter weg von den Wohnhäusern verlagert werde. Bereits in der Zeit von Wilhelm Jürgens (CDU) als Bürgermeister war diese Alternative vom Kieler Abfallwirtschaftsbetrieb (ABK) geprüft und abgelehnt worden.

 Gegen die Trasse sprachen Sicherheitsbedenken und der offenbar nicht für Schwerlastverkehr ausgelegte Untergrund. Deshalb hatte die Gemeinde die südlichere Ackerfläche gekauft. Sollte die erneute Anfrage aus Achterwehr in Kiel nun anders bewertet werden, blieben Zweifel, ob es noch bis Jahresende gelänge, die alternative Zufahrt zu realisieren – das gilt aber auch für den bisher geplanten Schotterweg auf dem Acker. Der Sondernutzungsvertrag für den Fegefeuerweg ist bereits 2013 ausgelaufen. Die Kieslaster fahren über einem nicht genehmigten Weg; die Duldungsphase endet Silvester. Danach kann die Gemeinde die Zufahrt untersagen.

 Die Bürgermeisterin will das Thema Kiesgrube am Mittwoch, 7. Oktober, im Bauausschuss öffentlich behandeln. Kittmann weiß, dass die von der Gemeinde für den Landankauf ausgegeben 100000 Euro „viel Geld“ sind. Falls der Acker nicht genutzt werde, könne er wieder verkauft oder für ein Öko-Konto genutzt werden. Zudem sei die Kiesgrube seit Jahresbeginn zur Zahlung einer Pacht verpflichtet, wodurch wieder Geld in die Gemeindekasse fließen könne. Nach Einschätzung von Bauamtsleiter Christian Jöhnk ließen sich Ökokonto-Punkte allerdings „billiger einkaufen“. Wirtschaftlich sei die Ackerfläche nur, wenn die Gemeinde sie als Ausgleich für ein neues Baugebiet nutze.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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