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Kopperpahl bekommt keinen Wochenmarkt

Kronshagen Kopperpahl bekommt keinen Wochenmarkt

Frische Erdbeeren satt. Auf dem Kronshagener Wochenmarkt an der Bürgermeister-Drews-Straße gab es am Donnerstagnachmittag wieder Obst und Gemüse sowie Fleisch und Geflügel zu kaufen. Die Kopperpahler werden in ihrem Ortsteil auf ein solches regionales Angebot aber weiterhin verzichten müssen. Mit großer Mehrheit hat der Fachausschuss der Gemeinde beschlossen, die Planungen für die Einrichtung eines zweiten Wochenmarktes einzustellen. Der Vorsitzende des Seniorenbeirates äußerte Unverständnis.

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Würden ihre Erdbeeren auch gern dienstags auf einem Wochenmarkt im Ortsteil Kopperpahl verkaufen: Erika und Jörk Puchert. Gestern boten sie ihr Obst auf dem Markt an der Bürgermeister-Drews-Straße im Kronshagener Ortskern an.

Quelle: Torsten Müller

Kronshagen. „Sie haben auch Verantwortung für die Bewohner Kopperpahls“, wetterte Uwe Hartwig. Die Anregung für einen Markt war im vergangenen Jahr von der UKW-Fraktion in die politische Diskussion gebracht und vom Seniorenbeirat unterstützt worden. Hintergrund sind erhebliche Veränderungen in der Versorgungslage im Ortsteil: Nach Plus schloss im vergangenen Jahr Aldi seine Filiale in der Johann-Fleck-Straße; auch die Ladenzeile in der Eckernförder Straße ist von Auszügen betroffen. Nur Markant in der Albert-Schweitzer-Straße hält seine Türen weiterhin offen. Bis zum Wochenmarkt in der Bürgermeister-Drews-Straße ist es vielen, vor allem älteren Kopperpahlern zu weit.

 Die UKW wollte mit einem zweiten Angebot nicht nur das Angebot regionaler, ökologischer und frischer Waren verbessern, sondern auch einen geselligen Treffpunkt zum Klönen schaffen. Die Stände sollten am Dienstagvormittag auf dem Parkplatz an der Fußsteigkoppel stehen. Der Fachausschuss begrüßte die Idee grundsätzlich, setzte aber zwei Hürden: Es müsse eine ausreichende Zahl an Marktbeschickern Interesse zeigen und der Betrieb für die Gemeinde kostendeckend sein – Letzteres erreicht der bestehende Markt nicht.

 Eine Umfrage unter den Kronshagener Marktbeschickern förderte nach Angaben der Verwaltung drei Interessenten zu Tage; der angeschriebene Verband der Marktbeschicker meldete keine. Für die Herstellung der Infrastruktur des Marktes ermittelte das Rathaus Kosten in Höhe von 26500 Euro; pro Jahr würde zudem ein Defizit von 4700 Euro entstehen. Für Rainer Dohmen (Grüne) war daher klar: „Wir können uns den zweiten Markt weiter wünschen, aber unter den jetzigen Voraussetzungen gibt es keinen Anlass, ihn weiter zu verfolgen.“ Uwe Hartwig vermisste die Begeisterung für das Ziel, eine weitere Nahversorgung zu erreichen: „Ich hätte mir zumindest einen Probetrieb gewünscht. Dann hätten wir gewusst, ob der Markt topp oder ein Flopp ist.“

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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