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Reitverbot auf neuer Brücke

Mielkendorf Reitverbot auf neuer Brücke

Eigentlich hätte die neue Eiderbrücke vor Ostern eingeweiht werden sollen. Doch der Einspruch des Kielers Herbert Schramm machte den Mielkendorfern einen Strich durch die Rechnung: Die Auffahrten zur Brücke seien offenbar nicht barrierefrei.

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Die Zuwegung zur neuen Eiderbrücke ist fertig, dazu hat Mielkendorf noch eine Sperre installiert, um Reiter von der Brücke fernzuhalten. Auf der Kieler Seite steht ein Schild "Reiten verboten".

Quelle: Sorka Eixmann

Mielkendorf. Erlaubt ist eine Steigung von sechs Prozent, der Ist-Zustand auf Mielkendorfer Seite beträgt 17 Prozent. Im Vergleich: Die alte Eiderbrücke hatte auf beiden Seiten eine Steigung von 25 Prozent im Gesamtbogen. „Kritik hat es dabei nicht gegeben“, erinnert sich Mielkendorfs Bürgermeister Manfred Tank. Die Brücke konnte aufgrund des milden Winters zügig fertiggestellt werden, nur die Anbindung an das Wegesystem fehlte noch. „Eigentlich hätten wir die Brücke freigeben können, doch dann kam der Einspruch.“

 Mielkendorf hatte nicht grundlos bei der Planung der neuen Eiderbrücke gehandelt: „Bei der Sanierung der Brücke wurden aus Kostengründen die alten Fundamente wieder verwendet, denn aufgrund der Topografie und aus umweltschutzrechtlichen Gründen war es eine Abwägungssache“, erklärt Tank. „Eine abgeflachte Brückenkonstruktion hätte eine Versetzung der Fundamente bedeutet. Eine Neuerrichtung von Fundamenten hätte weitreichende Arbeiten im Uferbereich der Eider nach sich gezogen, insbesondere das Einrammen von Spundwänden“, führt Tank aus. „Das hätte die Kosten derartig in die Höhe getrieben, dass wir die Brücke nicht hätten umbauen können.“

 Daher habe man sich auf Mielkendorfer Seite gegen barrierefreies und für barrierearmes Bauen entschieden: „Din-Normen haben einen empfehlenden Charakter und keinen verpflichtenden.“ Dabei hat Mielkendorf auch die Kieler Seite im Blick, denn: „Der auf Kieler Seite vorhandene, lose und teilweise abschüssige und unbefestigte Sandweg ist bei Regenfällen selbst für nicht gehandicapte Menschen schwer passierbar.“ Ein weiteres Argument: Die Eiderbrücke zwischen Flintbek und Molfsee ist ebenfalls nicht barrierefrei – und es gab keinen Einspruch. Zwischenzeitlich ist die Aufschüttung auf Mielkendorfer Seite passiert, zusätzlich wurde eine provisorische Sperre gegen Reiter errichtet. „Die Pferdehufen schädigen den Belag, der rund 2500 Euro plus Arbeitslohn kostet. Da haben wir uns sicherheitshalber für eine Sperre entschieden.“ Eine Einweihung mit der Stadt Kiel ist für die zweite Maiwoche geplant. „Wir hoffen, dass Kiel bis dahin auch fertig ist.“

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Ein Artikel von
Sorka Susann Eixmann
Holsteiner Zeitung

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