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Feuerwehr erhält neues Gerätehaus

Emkendorf Feuerwehr erhält neues Gerätehaus

Das wird ein großes Loch in die Gemeindekasse reißen. Emkendorf will ein neues Feuerwehrgerätehaus für die zur Gemeindewehr zusammen gelegten drei Ortswehren bauen. Darüber fällten die Gemeindevertreter am Montag einstimmig den Grundsatzbeschluss. Ein neues Fahrzeug muss außerdem her, der Fuhrpark der Wehr ist völlig überaltert.

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Gruppenführer Axel Röschmann (rechts) und Sönke Böttcher würden sich über ein neues Gerätehaus freuen. Das Emkendorfer Feuerwehrhaus im Ortsteil Bokelholm ist das älteste von drei Gemeindewehrstandorten.

Quelle: Saric

Emkendorf. Zwei Anläufe brauchte es, bis Feuerwehrmann Sönke Böttcher den kleinen Tragkraftspritzenwagen (TSF) Baujahr 1981 anlassen und aus dem alten Gerätehaus im Ortsteil Bokelholm herausfahren konnte. Gruppenführer Axel Röschmann ließ das ebenso alte Löschfahrzeug warmlaufen. Im Abgasdunst zogen sich die Kameraden im hinteren Gebäudeteil ihre Jacken an. Nicht ideal, meinten beide. Ein neues Gerätehaus würde den Dienst erheblich erleichtern. „Moderne Technik ist außerdem reizvoller für die Jugend“, so Böttcher.

 Wie viel Geld alles zusammen kosten werde, sei noch nicht exakt abzusehen, sagte Bürgermeister Jochen Runge (UWE). Vor einem Monat sprach er von geschätzten 1 Million Euro. „Ohne Kredit wird das sicherlich nicht gehen“, stellte er fest und betonte die Dringlichkeit: „Die Unfallkasse sitzt uns im Nacken.“ Auch Karsten Langfeldt (SPD), Gemeindevertreter und stellvertretender Wehrführer, berichtete vom Handlungsbedarf wegen neu gefasster Bestimmungen. Die Gerätehäuser würden im derzeitigen Zustand nicht die benötigten Punkte erreichen, um bei der Unfallkasse durchzugehen. „Die sind teils in Eigenleistung ausgebaut worden, da hat noch niemand an so etwas gedacht.“

 Das neue Gerätehaus soll auf dem Gelände der Grundschule gebaut werden. Auch die Jugendfeuerwehr soll hier Räume bekommen. Runge wollte in diesem Jahr noch die Planungen erledigt wissen, so dass 2016 der Bau abgeschlossen werden kann.

 Als nicht mehr zeitgemäß bezeichnete er auch die Fahrzeuge der Wehr. „Die sind alle 30 Jahre und älter.“ Die Wehr habe sich für ein Mittleres Löschfahrzeug (MLF) entschieden, erklärte Langfeldt. „Das wird mit 7,5 Tonnen zugelassen, mit der Option, dass wir mehr aufstocken können. Das wäre eine Entscheidung, die wir nicht bereuen.“ Die Wehr könne mit deutlich weniger Leuten problemlos Hausbrände löschen und vorher die Menschenrettung durchführen. Dafür würden ein oder sogar zwei der alten Fahrzeuge abgegeben werden.

 Gegen eine Beteiligung beim Kauf der Drehleiter für Nortorf stimmte das Gremium außerdem einstimmig ab. Nortorf würde als Unterzentrum einen höheren Zuschuss erhalten und das schließe die Umlandversorgung mit ein, begründetet Langfeldt. Das habe nichts mit mangelnder Solidarität zu tun.

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