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Jakobskreuzkraut ausgegraben

Felde Jakobskreuzkraut ausgegraben

Lange hatte man in Felde versucht, den Umweltausschuss einzuberufen, um über den Umgang mit dem problematischen Jakobskreuzkraut zu diskutieren. Erfolglos. Jetzt rückten die Felder auf der Hauskoppel dem gelben Kraut auf Initiative einiger Gemeindevertreter zu Leibe, ohne dass der Umweltausschuss getagt hatte.

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Auf Initiative von Felder Gemeindevertretern ging es dem Jakobskreuzkraut auf der Hauskoppel an den Kragen. Auf dem Foto Niels Clausen (SPD, links) und Andreas Fleck (SPD).

Quelle: Sven Janssen

Felde. „In diesem Jahr gab es trotz mehrfacher Aufforderungen an den Vorsitzenden nicht eine Umweltausschusssitzung“, rügte Gemeindevertreter Andreas Fleck (SPD) die Verweigerungshaltung des Ausschussvorsitzenden Martin Schlichtenberger (Grüne). Der hatte bei der Übernahme des Ausschusses nach dem Rücktritt von Hardi Conrad (Grüne) bereits angekündigt, dass es vor September/Oktober keine Sitzung geben würde. Die Bitten aus anderen Fraktionen wurden bislang ignoriert oder, wie zuletzt bei der Sitzung des Planungsausschusses, kategorisch abgelehnt. Für eine Stellungnahme war Schlichtenberger nicht zu erreichen.

 Mit Schaufel und Spaten wurden am Sonnabend die blühenden Pflanzen auf dem Feld hinter dem Edekamarkt ausgebuddelt. „Das ist die nachhaltigste Lösung“, sagte Fleck. Nur wenn die Wurzeln mit ausgebuddelt und die Pflanzen anschließend fachgerecht entsorgt würden, könnte die Ausbreitung eingedämmt werden.

 „Ich freue mich, dass man in Felde die Initiative ergriffen hat“, sagte Imker Siegfried Stelzer. Die aktuellen Vorkommen um Felde herum seien zwar nicht so groß, dass er mit einer Belastung des Honigs rechnen müsste, aber wer jetzt handle, verhindere die weitere Ausbreitung. Problematisch im Jakobskreuzkraut sind die Pyrrolizidinalkaloide, die für sich selbst zwar nicht akut giftig seien, deren Stoffwechselprodukte, die sogenannten Pyrrole, laut Auskunft des Landesamtes für Landwirtschaft, Umwelt- und ländliche Räume (LLUR) aber die Leber schädigen. Über die Bienen landen diese Stoffe dann auch im Honig.

 „Die Frühtracht ist davon nicht betroffen“, erklärte Stelzer, da das Jakobskreuzkraut zu dieser Zeit nicht blühe. Bei der Sommertracht sei es in bestimmten Gebieten mit hohem Anteil an Jakobs-Kreuzkraut angezeigt, den Honig auf Schadstoffe untersuchen zu lassen. Im Jahr 2012 wurden bei freiwilligen Untersuchungen in Schleswig-Holstein nur wenige Honige als nicht verkehrsfähig eingestuft, teilte das LLUR mit. Dies seien ausschließlich Sommerhonige von Bienenstöcken in Nähe zu Massenvorkommen des Jakobs-Kreuzkrautes gewesen.

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