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Schulumbau ist vorerst vom Tisch

Westensee Schulumbau ist vorerst vom Tisch

Überraschung in der Westenseer Gemeindevertretung: Nach der Streichung der großen Lösung beim geplanten Schulumbau soll nun auch die kleine Variante nicht zum Zuge kommen. Mit Mehrheit beschloss die Vertretung lediglich die Bereitstellung von 22000 Euro für spezielles Mobiliar für den Gruppenunterricht.

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Für den klassenübergreifenden Unterricht wird in der Grundschule in Westensee nicht umgebaut. Es wird allerdings neues Mobiliar angeschafft.

Quelle: Sven Janssen

Westensee. Vor einem Jahr ging die Gemeinde noch davon aus, dass für den jahrgangsübergreifenden Unterricht ein neues Raumkonzept entwickelt werden müsste. Weil seit August jeweils zwei Klassen mit zusammen gut 30 Schülern in einem Raum gemeinsam arbeiten, wurde die Enge beklagt. Die Vergrößerung der beiden Klassenzimmer sollte durch die Auflösung des Computerraumes erreicht werden. Die Umbaukosten lagen bei 50000 Euro; für das Mobiliar waren zusätzlich 20000 Euro eingeplant.

 Die Investitionsentscheidung traf die Gemeinde in einer Zeit einbrechender Einnahmen. Bis Ende 2016 drohten die liquiden Mittel auf unter 50000 Euro zu sinken. Finanzausschuss-Vorsitzender Detlev von Bülow (CDU) wies zudem darauf hin, dass der für den Umbau erwartete Zuschuss der Aktivregion Mittelholstein in Höhe von 23000 Euro vermutlich nicht fließen werde. Die Maßnahme erreiche nicht die erforderliche Punktzahl. Zweifel an der Notwendigkeit zur Vergrößerung machten die Runde. Nach Angaben von Bürgermeister Adolf Dibbern (CDU) ist Gruppenarbeit in den vorhandenen Räumlichkeiten möglich.

 „Keiner weiß genau, was das beste Konzept ist. Wir sollten uns Zeit lassen“, sagte Christiane Pott (KWG), Vorsitzende des Schulausschusses. Hilfe erwartet die Gemeinde vom Landesinstitut für Qualitätsentwicklung an Schulen (IQSH). Mutter Karen Thun mahnte jedoch, die Erweiterung um Lerngruppenräume nicht aus dem Blick zu verlieren.

 Ein Streit entwickelte sich in der Sitzung, weil der Bürgermeister empfahl, den finanziellen Rahmen für das Mobiliar vorsorglich auf 22000 Euro zu erhöhen. Henning Büller (KWG) war dagegen: „Wir wollen sparen. Das sind zehn Prozent mehr.“ Die Westenseer Rücklage hat sich allerdings durch Einsparungen aktuell um knapp 50000 Euro erhöht.

 Einmütig stimmte die Vertretung der Wahl von Norbert Stöfhas zum neuen Führer der Ortswehr Westensee zu. Der Oberbrandmeister ist seit 2002 auch stellvertretender Gemeindewehrführer.

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