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Geothermie-Heizung läuft noch nicht

Verzögerung in Blumenthal Geothermie-Heizung läuft noch nicht

Der Bau der neuen Geothermie-Heizung am Blumenthaler Gemeinschaftshaus verzögert sich. Die Anlage, die Wärme im Sommer in der Erde speichert und im Winter zum Heizen wieder abruft, wird statt im Juni wohl erst im September fertig. Diese Technik ist in Schleswig-Holstein bisher einmalig.

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Über die blauen Leitungen fließt die Soleflüssigkeit vom und zum Dorfgemeinschaftshaus, durch die schwarzen Leitungen gibt die Sole die Wärme ins Erdreich.

Quelle: Beate König

Blumenthal. „Die Handwerksbetriebe haben uns hängen lassen“, meinte Finanzausschussvorsitzender Burkhard Topp sauer. Intensives Nachhaken von Bürgermeisterin Heike Topp war nötig, damit Schwung in die Großbaustelle kam. Inzwischen sind die Erdarbeiten nahezu abgeschlossen. Die Zu- und Ablaufrohre zwischen dem Heizkeller und dem Solesammelbehälter im Boden sind verlegt. Sieben Kilometer Soleschläuche wurden am Behälter angeschlossen.

 Im Laufe dieser Woche sollen die im Sitzungsraum und vor dem Kindergarten gestapelten Photovoltaikplatten auf rund 300 Quadratmetern und die Solarthermiepaneele auf 200 Quadratmetern Dachfläche montiert werden. Die Halterungen für die Strom- und Wärmeerzeuger wurden in der vergangenen Woche installiert.

 Im Heizkeller wartet ein 800 Liter fassender Trennpufferspeicher aus Stahl darauf, angeschlossen zu werden. Im Flur steht die Wärmepumpe zum Einbau parat, die mit Strom aus der Photovoltaik-Anlage die Sole in zwei getrennten Kreisläufen bewegen soll. Derzeit wird nach einem Weg gesucht, das 400 Kilogramm schwere Gerät unversehrt eine halbe Treppe nach oben in den Heizkeller zu transportieren.

 Im großen Kindergarten-Raum wurden unter der Dachschräge auf rund 20 Quadratmetern Fläche Heizungsrohre ergänzt und Rigipsplatten als Verkleidung angebracht. Sie sollen das Raumklima im Bereich hinter den Metallrahmenfenstern im Winter verbessern. Insgesamt wurden 19 Heizkörper im Saal, im Besprechungsraum und in der Kita ergänzt.

 Das Besondere an dem Erdspeicherverfahren ist, dass im Sommer eine Soleflüssigkeit mit Sonnenenergie aufgeheizt und in die Erde gepumpt wird, wo sie in knapp 50 Metern Tiefe den Boden erwärmt. Die so gespeicherte Energie wird im Winter über Wärmepumpen zum Heizen des Gebäudes verwendet. Es dauert allerdings zwei Jahre, bis die Erdspeicher-Wärme dafür ausreicht. Kalt wird es im Dorfgemeinschaftshaus in der Zwischenzeit allerdings nicht. Die Ölheizung wird erst ausgebaut, wenn die neue Heizung funktioniert.

 240000 Euro Kosten wurden für den Einbau der in Schleswig-Holstein bislang einmaligen Heiztechnologie veranschlagt. „Der Europäische Union-Health-Check gewährt einen Zuschuss von bis zu 175000 Euro,“ sagte Blumenthals Bürgermeisterin Heike Topp.

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