23 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
Der Strand-Manager

Eckernförde Der Strand-Manager

Die Hunde lassen ihn einfach nicht los: Gerd Carlsen, der im Sommer 2010 die Rundum-Betreuung von Seehund-Dame Trudi übernahm, ist zurück. Seit Anfang der Woche sorgt er als ehrenamtlicher Strandbeauftragter der Eckernförder Touristik unter anderem dafür, dass Hundebesitzer ihre Vierbeiner nicht am Strand spazieren führen.

Voriger Artikel
Quatuor Voce: Schnell und furios
Nächster Artikel
Kirchen-Kino geht weiter

Ehrenamtlich als Strandbeauftragter unterwegs: Gerd Carlsen sammelt nicht nur Abfall ein, sondern spricht auch Hundebesitzer an, die ihre Vierbeiner unerlaubt an der Wasserkante spazieren führen.

Quelle: Rutzen

Eckernförde. Als der Seehund vor knapp fünf Jahren plötzlich am Strand lag und sich hier sonnte, sorgte Carlsen dafür, dass keiner dem Tier zu nahe kam. Er übernahm mitunter rund um die Uhr die Bewachung von Trudi. Den Namen erhielt die Attraktion des Ostseebades übrigens nach einer Umfrage unter KN-Lesern.

 Als die Seehund-Dame nach Monaten wieder im Meer verschwand, ging auch Carlsen. Es zog ihn nach Warnemünde, wo er mehrere Jahre lang lebte. Nun ist er nach Eckernförde zurückgekehrt. Als er in der vergangenen Woche in unserer Zeitung über den Ärger mit Hundebesitzern las, die ihre Vierbeiner trotz Verbotes am Strand herumlaufen lassen, meldete sich Carlsen bei Touristikchef Stefan Borgmann und bot seine ehrenamtliche Hilfe an.

 Borgmann sagte dankend Ja. Er stattete den 57-Jährigen, der als gelernter Pfleger früher im Haus- und Nutztierpark Arche Warder tätig war, mit einer signalgrünen Weste, einem Ausweis und Infomaterial aus. Seither ist Carlsen täglich am Strand und auf der Promenade anzutreffen. Freundlich und positiv, wenn nötig aber auch bestimmt, spricht er Hundebesitzer an, die ihre Tiere am Strand oder ohne Leine auf der Promenade ausführen. „Die meisten reagieren verständnisvoll“, hat Eckernfördes Strandbeauftragter erfahren. Aber es gebe auch Besucher, die sich übel im Ton vergreifen. Das gilt übrigens auch für Radfahrer, die im Sattel sitzend auf der Promenade unterwegs sind. Auch die weist der Beauftragte der Touristik, der ganz nebenbei noch Abfall einsammelt, auf ihr Fehlverhalten hin.

 Mindestens drei Monate lang will Carlsen seine ehrenamtliche Tätigkeit ausüben. „So bin ich jeden Tag an der frischen Luft“, sagt er. Da er derzeit arbeitslos ist, kann er sich vorstellen, die Aufgabe auch bis zum Ende der Saison auszuüben.

 Trudi hat Carlsen übrigens bis heute nicht aus den Augen verloren. „Sie lebt und hat mehrere Junge bekommen“, erzählt er ganz nebenbei auf seinem Patrouillengang. Die Meldung, dass Trudi tot sei, will er nicht bestätigen. Dabei soll es sich um ein Tier mit ähnlicher Fellzeichnung gehandelt haben. So ist es durchaus möglich, dass die Seehund-Dame mal wieder in Eckernförde auftaucht. Ihr Bewacher ist schon da.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Uwe Rutzen
Ressortleiter Eckernförder Nachrichten

Eckernförder Bucht

Schiffspositionen in
der Eckernförder Bucht,
dem NOK & der Ostsee

KSV-Liveticker!

KSV-Spielstand online
verfolgen, mit dem
KN-KSV-Liveticker

Anzeige