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Radweg nach Brügge gefordert

Bissee Radweg nach Brügge gefordert

Zum Sport, zu Freunden oder einfach nur mal so fahren die Kinder des Dorfes nicht mit dem Rad nach Brügge, Reesdorf oder Bordesholm. „Die Kreisstraße ist dafür viel zu gefährlich. Alle Kinder aus Bissee müssen von ihren Eltern kutschiert werden“, erzählt Gero Scheuermann. Der Familienvater fordert einen Radweg entlang der K 89 nach Brügge – und dafür hat er bereits eine breite Mehrheit bei den Familien im Dorf gefunden.

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Gero Scheuermann fordert einen Radweg von Bissee nach Brügge. Davon profitieren würden aus seiner Sicht auch die Landwirte im Dorf.

Quelle: Sven Tietgen

Bissee. Vor elf Jahren hatte der Bisseer Gemeindevertreter erstmals den Bau eines Radwegs angeregt. Damals gab es ein Landesprogramm mit EU-Fördermitteln, mit den Geldern wurde unter anderem der Radweg von Reesdorf nach Techelsdorf gebaut. Scheuermann konnte damals die Gemeindevertretung nicht von einer Notwendigkeit überzeugen, es gab auch kaum Kinder im Dorf. Die demografische Situation hat sich mittlerweile massiv geändert: Derzeit leben über 20 Jungen und Mädchen in Bissee. Scheuermann, selbst Vater von zwei kleinen Kindern, drängt jetzt erneut auf einen Radweg. Mindestens der knapp zwei Kilometer messende Abschnitt bis zur Einmündung des Bisseer Wegs in Brügge sollte gebaut werden, besser noch die gesamte, gut drei Kilometer lange Strecke bis zur K 15 bei Reesdorf.

 Für Radfahrer ist die Kreisstraße vor allem ab der Hügelkuppe mit der ehemaligen Kiesgrube ein gefährliches Pflaster. Die schmale Verbindung mit geraden Abschnitten lädt Autofahrer zum schnellen Fahren ein, die erlaubten 100 Stundenkilometer sind schnell überschritten. Seitenwinde an der baumfreien Piste können Drahteselfahrer schnell zur Seite drücken, weiß der 57-jährige Bisseer. „Außerdem werden die Trecker immer breiter und mit den Gespannen wird es für die Fahrer unübersichtlich. Ein Radweg würde die Situation auch für die Landwirte entschärfen“, betont Scheuermann.

 Bei Nachfragen hat er bei Familien mit Kindern breite Zustimmung gefunden. Zu den Befürwortern gehört auch Bürgermeister Dieter Mengel, der aber die Kosten als Haupthemmnis für einen Radweg sieht. Die Befürchtung Scheuermanns, die Landwirte im Dorf und in der Gemeindevertretung würden dem Vorhaben skeptisch gegenüber stehen und nichts von ihrem Land für den Radweg abgeben, teilte Mengel nicht. „Unsere Bauern haben auch Kinder, außerdem hat die Gemeinde Land zum Tauschen.“ Bis zur nächsten Gemeindevertretersitzung im Mai sollen die Kosten für das Projekt ermittelt werden. Hoffnungen setzen Scheuermann und Mengel in den Kreis Rendsburg-Eckernförde: Ende April soll es eine Entscheidung darüber geben, ob das seit Langem auf Eis gelegte Radwegprogramm neu aufgelegt wird.

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