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Gettorf setzt Zeichen gegen Neonazis

Gemeindevertretung Gettorf setzt Zeichen gegen Neonazis

Kein Ort für Neonazis: Wie bereits Kiel und Greifswald, will jetzt auch die Wohld-Gemeinde Gettorf ein Zeichen gegen braunes Gedankengut und rechtsextremistische Gewalt setzen.

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Gettorf plant, an der Aktion "Kein Ort für Neonazis" teilzunehmen.

Gettorf. Auf Initiative der SPD-Fraktion hat der Sozialausschuss am Montagabend mit den Stimmen von Grünen und FDP einen entsprechenden Antrag verabschiedet. Das letzte Wort hat am Mittwochabend (19 Uhr, Amtsverwaltung) die Gemeindevertretung.

 Für die CDU-Fraktion wäre es „eine Selbstverständlichkeit, etwas zu unternehmen, wenn es in unserer Gemeinde rechtsextremistische Bestrebungen gäbe“, sagte Ottmar Pleß. Momentan liege daür jedoch keine Notwendigkeit vor, begründete er die Enthaltung der CDU bei der Abstimmung. Bodil-Maria Busch (Bündnis 90/Die Grünen) sah zwar keinen konkreten Handlungsbedarf, wertete den SPD-Antrag jedoch als „positives Zeichen“ und unterstützte ihn deshalb ebenso wie Thorsten Wilke von der FDP.

 „Kein Ort für Neonazis“ ist eine Aktion der Amadeu-Antonio-Stiftung. Ziel sei es, im Rahmen einer größeren Bewegung aller demokratischen Kräfte die Verankerung der Neonazi-Szene in den Bundesländern dauerhaft zu verhindern, sagte SPD-Fraktionschef Kurt Arndt. Er erinnerte an die Morde des Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU) und daran, dass die Strukturen der rechtsextremistischen Szene weit nach Schleswig-Holstein hineinreichten.

 Um die Aktion nachhaltig mit Leben zu erfüllen, soll die Gemeindevertretung einen Beauftragten ernennen, der gemeinsam mit den Parteien, Gremien, Verbänden, Schulen, Vereinen, Firmen, Einrichtungen und Institutionen zu einem Forum „Gettorf – kein Ort für Neonazis“ einlädt.

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Ein Artikel von
Burkhard Kitzelmann
Eckernförder Nachrichten