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Signalwirkung für stationäres Hospiz

Gettorf Signalwirkung für stationäres Hospiz

Das Vorhaben, ein stationäres Hospiz im Dänischen Wohld zu errichten, hat die erste Etappe geschafft: Im Sozialausschuss in Gettorf stieß die Idee am Montagabend auf Zustimmung.

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Freuen sich über die Willensbekundung für ein stationäres Hospiz im Sozialausschuss: Friederike Boissevain (links) und Gründungsmitglied Gitta Trauernicht.

Quelle: Jan Torben Budde

Gettorf. „Es ist aber noch ein langer Weg“, sagte Friederike Boissevain, Vorsitzende des Hospizvereins. Auf KN-Nachfrage sprach die Ärztin aus Neudorf-Bornstein von „einer mittelfristigen Angelegenheit“. Ihre Wunschvorstellung: Das Projekt wird innerhalb der nächsten drei Jahre realisiert. Allerdings gibt es noch gar kein Gebäude. Alle Gemeinden im Dänischen Wohld müssten in das Projekt für das Einzugsgebiet von Eckernförde bis Kiel einbezogen werden, betonte die 52-Jährige. Von der Willensbekundung im Gettorfer Sozialausschuss verspricht sie sich eine Signalwirkung.

 „Die meisten Menschen möchten zuhause sterben“, erklärte Friederike Boissevain. Doch trotz verbesserter ambulanter medizinischer und pflegerischer Strukturen sowie einer Begleitung durch den Hospizverein gebe es Situationen, in denen ein Verbleib in den eigenen vier Wänden unmöglich sei. Ihr schwebt ein stationäres Hospiz für schwerkranke und sterbende Menschen mit zehn Betten vor. Denn die vorhandenen Einrichtungen seien überbelegt, die Wartelisten lang. „Es ist ein ausgesprochen anspruchsvolles Projekt“, betonte Gitta Trauernicht, Gründungsmitglied des Hospizvereins und ehemalige schleswig-holsteinische Sozialministerin, die in der Sitzung Gast war. Es sei nur mit einer breiten Unterstützung aus Politik und Bevölkerung umsetzbar. Grünes Licht aus Gettorf wäre „ein Meilenstein“. Es gebe zwar Hospize in Rendsburg und Kiel, doch gerade die Menschen im Wohld seien heimatverbunden.

 „Was der Verein tut, ist gut und wichtig“, betonte Gerhard Witte (SPD). Eine Konkurrenz für die Einrichtung in Rendsburg sah der Ausschussvorsitzende nicht. Auf Antrag seiner Fraktion war das Hospiz-Thema in der Sitzung auf den Tisch gekommen. Auch Tim Selzer (SPD) unterstützte das Vorhaben, sprach von einem „Leuchtturmprojekt“ in der Region. Nach Ansicht von Bodil Maria Busch (Grüne) sollte in den Umlandgemeinden für die Idee geworben werden. Diesen Schritt sieht der Beschluss vor.

 Jetzt kommt die Projektidee noch in der Gettorfer Gemeindevertretung und im Amtsausschuss Dänischer Wohld zur Sprache. Zudem soll die Verwaltung Finanzierungsmöglichkeiten prüfen. Wie Amtsdirektor Matthias Meins auf Nachfrage berichtete, habe er das Thema schon im Vorstand der Aktivregion Hügelland am Ostseestrand angesprochen. Ebenso seien Gespräche zumindest mit dem Amt Dänischenhagen und Altenholz erforderlich. Es gehe um die Investitionskosten für ein Gebäude, die die Kommunen im Amtsbereich Dänischer Wohld nicht allein stemmen könnten. bud

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