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Gettorfs wirtschaftliches Herz

Gewerbegebiet Eichkoppel Gettorfs wirtschaftliches Herz

Dort, wo in Gettorf richtig Geld verdient wird, sagten sich noch vor 15 Jahren Fuchs und Hase gute Nacht. Heute ist das Gewerbegebiet Eichkoppel das wirtschaftliche Herz der Gemeinde. 26 Betriebe mit rund 230 Arbeitsplätzen haben sich dort angesiedelt. Da nur noch zwei Grundstücke frei sind, wird über eine Erweiterung nachgedacht.

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Gewerbegebiet Eichkoppel: 26 Betriebe, 230 Arbeitsplätze,

Quelle: Foto Kitzelmann

Gettorf. Nachdem Anfang der 70er Jahre das Gewerbegebiet Ravensberg und knapp 20 Jahre später das Gewerbegebiet Starkenbrook erschlossen wurde, folgte um die Jahrtausendwende die Eichkoppel. „1999 erwarb die Gemeinde die erforderlichen Grundstücke, 2001 war Baubeginn“, erinnert sich Dirk Schwauna, der als Finanz-Fachbereichsleiter beim Amt Dänischer Wohld auch für die Wirtschaftsförderung zuständig ist. 1,6 Millionen Euro musste die Gemeinde für die Grundstücke aufwenden. Die Erschließung, damals noch zu D-Mark-Zeiten, kostete umgerechnet 1,8 Millionen Euro, wovon es 1,1 Millionen Euro als Zuschuss aus dem Regionalprogramm 2000 gab.

 Mit welchen Pfunden konnte und kann die Gemeinde bei der Anwerbung von Betrieben wuchern? „Zum Beispiel mit der guten Verkehrsanbindung“, sagt Bürgermeister Jürgen Baasch und zitiert im selben Atemzug den früheren Verwaltungschef Dieter Schönfeld: „Von Gettorf ampelfrei bis nach Hamburg.“ Punkten konnte die Gemeinde nach Auskunft Dirk Schwaunas auch mit einem Grundstückspreis von knapp 25 Euro sowie der parallel zur Erschließung des Gewerbegebiets erfolgten Ausweisung neuer Wohngebiete und der damit verbundenen Verbesserung der Infrastruktur.

 Der Optimismus, der damals durch das neue Gewerbegebiet wehte, bekam gleich am Anfang einen Dämpfer. Die Terroranschläge vom 11. September 2001 führten zu einer Wirtschaftskrise, die auch Gettorf nicht verschonte. Aber: Die breit gefächerte Mischung aus Handwerk, produzierendem Gewerbe und Dienstleistung sowie die Tatsache, dass es sich überwiegend um inhabergeführte mittelständische Betriebe handelt, machte und macht das Gewerbegebiet Eichkoppel relativ immun gegen konjunkturelle Einbrüche. „Wer hier hustet, bekommt nicht gleich eine Lungenentzündung“, so Dirk Schwauna.

 Die Gewerbesteuer ist nach der Einkommensteuer der zweithöchste Einnahmeposten der Gemeinde. Sie schlägt nach Auskunft des Finanz-Fachbereichsleiters jährlich mit rund 1,8 Millionen Euro zu Buche.

 Allerdings bleibe nicht die volle Summe bei der Gemeinde hängen. Allein für die Gewerbesteuerumlage müsse ein Betrag von knapp 370000 Euro abgezogen werden. Dennoch sei die Gewerbesteuer im Haushalt ein „Posten, der nicht zu verachten ist“, so Schwauna.

 Um auch in Zukunft die Nachfrage nach Gewerbegrundstücken bedienen zu können, soll die Eichkoppel in Richtung Ortsumgehung um rund fünf Hektar erweitert werden. Drei Hektar davon befinden sich laut Bürgermeister Baasch bereits im Besitz der Gemeinde. Weitere Reserveflächen gibt es noch am Ravensberg und am Starkenbrook.

 Mit der Erschließung des Gewerbegebiets Eichkoppel vor elf Jahren ging die Vollendung einer wichtigen innergemeindlichen Verkehrsmaßnahme einher. Die neue Straße Eichkoppel war damals das letzte Teilstück des sogenannten inneren Rings.

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Ein Artikel von
Burkhard Kitzelmann
Eckernförder Nachrichten