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Die Belegschaft soll weiter wachsen

Gewerbegebiet Nortorf - Metec Die Belegschaft soll weiter wachsen

Die Firma Metec aus Bokel ist an die Gnutzer Straße ins Gewerbegebiet Nortorf umgezogen und will hier weiter wachsen. Die neue Werkhalle hat zwei Millionen Euro gekostet. Kleinere Flächen im Gewerbegebiet sind schon komplett belegt. Größere Flächen werden nun für kleinere und regionale Betriebe angeboten.

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Die Fertigungshalle der Firma Metec an der Gnutzer Straße ist rund 1000 Quadratmeter groß und bietet Reserven für weiteres Wachstum. Die Decke ist schallisoliert und eine Fußbodenheizung wird mit der Abwärme der Werkzeugmaschinen betrieben.

Quelle: Sven Detlefsen

Nortorf. Erst dauerte es jahrelang, bis sich in dem 2002 erschlossenen Gewerbegebiet an der Gnutzer Straße die erste Firma ansiedelte. Jetzt sind die kleineren Flächen dort komplett belegt. Die Firma Metec zog vergangenes Jahr aus Bokel nach Nortorf um. Die Metalltechniker fertigen Präzisionsteile und sind mit dem Standort vollauf zufrieden.

 In der 1000 Quadratmeter großen Halle von Metec gibt es im Dreischichtbetrieb kaum Produktionspausen. Irgendeine der Werkzeugmaschinen läuft immer, zwei automatische Maschinen fertigen auch am Wochenende. Inhaber Hasko Thaeter blickt stolz in die Werkhalle. Schallschluckende Decken und eine Fußbodenheizung, die mit der Abwärme der Maschinen betrieben wird, sorgen für angenehme Arbeitsatmosphäre. Neue Sozialräume, Parkplätze vor der Tür und die zentrale Lage machen den Standort attraktiv: „Meine Leute kommen aus allen Landesteilen, Nortorf ist für sie gut zu erreichen.

 1994 startete der gelernte Maschinenschlosser mit einem Einmannbetrieb in Bokel. Aktuell hat Metec 26 Mitarbeiter, davon pro Lehrjahr jeweils zwei Auszubildende. Noch für dieses Jahr peilt Thaeter die Beschäftigung von 30 Fachkräften an. Zerspanungsmechaniker der Fachrichtung Fräsen beschäftigt der Betrieb und bildet sie mit drei Meistern auch selbst aus: „Bislang haben wir alle Lehrlinge übernommen.“

 Bei Werkzeugen und Maschinen kommt für Thaeter nur „Made in Germany“ in Frage. Die anspruchsvolle Kundschaft aus dem Maschinenbau, der Lebensmittelindustrie, Verpackungsbranche oder auch Airbus verlange absolute Präzision. Bei Mitarbeitern mit Migrationshintergrund hat das Unternehmen „sehr gute“ Erfahrungen gemacht. Aktuell ist ein junger Flüchtling als Praktikant im Betrieb und hat Chancen, als Lehrling übernommen zu werden.

 Metec hat für den zwei Millionen Euro teuren Neubau rund 140000 Euro Fördermittel von der EU bekommen. Eigentlich sollte in diesen Tagen ein Vertreter der Landesregierung der Gnutzer Straße einen Besuch abstatten, sagte aber kurzfristig ab. Er hätte ein prosperierendes Gewerbegebiet vorgefunden, das 2002 mit EU-Mitteln erschlossen worden war.

 Statt der vorgesehenen Logistikbranche siedelten sich in den vergangenen Jahren vor allem Betriebe aus Nortorf und dem Umland dort an. Derzeit sind kaum noch erschlossene Flächen zu haben. Die Stadtverordnetenversammlung hat, wie berichtet, eine Änderung der Bauleitplanung auf den Weg gebracht. Statt Logistikbetrieben sollen auf neun Hektar Fläche zukünftig auch kleinere Firmen möglich sein. Größere Logistikbetriebe, so Thorsten Manthey von der Verwaltung Nortorfer Land, bevorzugten offensichtlich Standorte direkt an der A7 wie in Neumünster oder Dätgen.

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Ein Artikel von
Sven Detlefsen
Ressortleiter Holsteiner Zeitung

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