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„Kinder“ der Linde für alle?

Schösslings-Verwertung „Kinder“ der Linde für alle?

Der fortschreitende Krankheitsprozess an und in der Bordesholmer Gerichtslinde beschäftigt viele Bürger in der Region. Bodo Jesse aus Bordesholm regt jetzt an, die Triebe am Stammfuß wachsen zu lassen, sie dann als Setzlinge zu verkaufen und so für eine Verbreitung des Naturdenkmals zu sorgen.

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Bodo Jesse regt an, zukünftig die Triebe am Fuß der Bordesholmer Linde wachsen zu lassen und dann zu verkaufen.

Quelle: Sven Tietgen

Bordesholm. Der lindentypische Austrieb am Fuß des rund 700 Jahre alten Baums auf der Klosterinsel wurde bislang immer geschnitten. Für Bodo Jesse ist diese Maßnahme gerade beim gegenwärtigen Krankheitszustand nicht nachvollziehbar. Er schlägt vor, die Schösslinge zukünftig austreiben zu lassen, bis sie groß und buschig sind. „So entstehen viele Nachfolger der Linde. Die Gemeinde könnte die Triebe zur richtigen Zeit schneiden lassen und an die Bürger verkaufen. Hätte man damit früher angefangen, würden schon Hunderte Kinder der Bordesholmer Linde in den Gärten der Region stehen“, erklärte der 73-Jährige, der vor sechs Jahren von Hamburg nach Bordesholm gezogen ist.

 Aus Sicht des gelernten Werbekaufmanns hat Bordesholm mit der Gerichtslinde ein Pfund, mit dem die Gemeinde viel mehr wuchern könnte. „Der Baum ist im Wappen und auf Zinktellern verewigt, er hat eine besondere Aura, die über die Triebe in den Gärten weiterleben könnten“, sagte Jesse, der sich auch im Kultur- und Verschönerungsverein engagiert.

 Bürgermeister Helmut Tiede findet die Idee vom Grundsatz her gut. Über die Machbarkeit müssten die Fachleute entscheiden, bei Interesse könnten Bürger die Lindentriebe zum Pflanzen auch erhalten. Einen Verkauf sieht Tiede aber skeptisch. „Da müssten die Gremien entscheiden, als Geschäftsidee kann ich mir das nicht gut vorstellen,“ erklärte der Bürgermeister.

 Außerdem erinnert Tiede daran, dass bereits ausgewählte Triebe der Linde vor mehreren Jahren bei einer Baumschule bei Hamburg kultiviert und zu Jungbäumen herangezogen werden. Die Exemplare sind bereits zwei bis drei Meter groß. „So haben wir vorgesorgt, wer weiß, wie lange unsere Linde noch steht.“

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