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Glücksspiel mit dem Faxgerät

Gerangel um Fördergelder Glücksspiel mit dem Faxgerät

Aufatmen in Bredenbek: Die Gemeinde muss die hohen Kosten für die Erweiterung des Kindergartens doch nicht allein stemmen. Sie hatte Glück und erhielt vom Land eine nachträgliche Förderung durch ungenutzte und zurückgeflossene Mittel anderer Kreise.

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Bredenbek muss den Kita-Anbau nicht allein zahlen: Die Gemeinde erhält nachträglich 134
000 Euro vom Land.

Quelle: Torsten Müller

Bredenbek. Kronshagen, Ottendorf, Achterwehr und Felde gehen weiterhin leer aus.

 Bürgermeister Bartelt Brouer (SPD) ist sichtbar erleichtert. Die Investition von zuletzt rund 600000 Euro lag schwer auf dem angespannten Haushalt. Nun wird dieser durch die nachträgliche Förderung in Höhe von 134000 Euro im Bereich der unter Dreijährigen erleichtert. „Insgeheim habe ich immer damit gerechnet“, sagt Brouer, der nun für Bredenbek noch einmal die Daumen drückt, dass die Gemeinde auch Geld aus einem Programm für die über Dreijährigen bekommt. Im Frühjahr hatte er für die Kita-Erweiterung um zwei Gruppen sowie die Errichtung von Sozialräumen und einer neuen Küche mit insgesamt 240000 Euro Zuschuss gerechnet.

 Nur zwei Gemeinden im Kreis Rendsburg-Eckernförde können sich über das Glück des nachträglichen Geldsegens freuen: neben Bredenbek auch Altenholz. Dorthin fließen sogar 440000 Euro. Doch warum nur zwei? Auch Kreismitarbeiterin Christina Mönke spricht von einem puren Glücksfall: „Wir konnten daran nichts steuern.“ Der Kreis habe vom Sozialministerium eine kurzfristige Nachricht erhalten, dass zurückgeflossene Mittel vorhanden seien.

 „Die Förderung wurde nach dem Windhundverfahren vergeben“, erläutert die Mitarbeiterin. Bei der Antragstellung spielte das Fax-Gerät Schicksal. „Wir waren auf diesen Moment vorbereitet; die Anträge der einzelnen Gemeinden lagen bereit“, versichert Mönke. Sie mussten per Fax an eine Nummer im Ministerium gesandt werden. Dauereinsatz im Kreishaus – der Anschluss war drei Stunden lang offen. Da aber alle Kreise den Anschluss gleichzeitig nutzten, kamen nicht alle Anträge beim Land durch. Der von Bredenbek lag offenbar im richtigen Moment auf dem Fax.

 Im Frühjahr hatten sich kreisweit rund 30 Gemeinden um insgesamt 7 Millionen Euro Fördergelder für den Kita-Ausbau beworben. Nur elf Anträge waren bei diesem Windhundverfahren erfolgreich, 21 gingen leer aus. Der Kreis hatte lediglich 2,9 Millionen Euro zu vergeben. TM

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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