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Klares Nein zur Windkraft

Gnutz Klares Nein zur Windkraft

Nach den aktuellen Karten der Landesplanung für Windeignungsflächen ist Gnutz quasi umzingelt. Das Dorf wehrt sich nun wehement und hat eine Reihe von Gründen gegen Windenergie zusammen getragen und in einem Statement zusammen gefasst. Vorrangig geht es dabei um den Lebensraum von Tieren.

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Bürgermeister Markus Mehrens beim benachbarten Windpark in Timmaspe.

Quelle: Beate König

Gnutz. Bis Ende Mai hat die Landesplanung die Gemeinden aufgefordert, Stellungnahmen zu vorläufig benannten Windeignungsflächen abzugeben. Die Contra-Liste für Gnutz ist lang. Geschützte Vogelarten, charakteristische Landschaftsräume und die Forderung ans Land, die Abstandswerte zu einzeln liegenden Gehöften kritisch zu überdenken, sind im Statement aufgezählt, das die Gemeindevertretung mit einer Enthaltung annahm.

 Die Gemeinde, die nach aktueller Karte der Landesplanung von Windflächen umzingelt ist, hatte Bürger um Hinweise gebeten, damit ein möglichst umfassendes Bild von Tier-Aktivitäten entstehen kann.

 „Bei uns wurde der rote Milan gesichtet, Kraniche, dazu der Schwarzstorch und der Seeadler, der sein Nest zwischen Krogaspe und Timmaspe haben soll“, zählte Bürgermeister Markus Mehrens auf. Ihren Horst haben die Vögel nicht in Gnutz, jedoch nutzen sie die Felder, Biotope und Wälder als Jagdrevier. Ein Weißstorch brütet im Dorf. Der Himmel über Gnutz ist Durchzugsgebiet für Zugvögel, die zwischen Norden und Süden pendeln.

 Auf der Fläche östlich von Gnutz, die an den Windpark auf Timmasper Gebiet angrenzt, „haben wir eine ausgeprägte Knicklandschaft“, dazu Moorflächen und einen Teil des Naturparks Aukrug. Auf der Westseite in Richtung Heinkenborstel, ist die Gemeinde bereits durch den Bau der 380-Kilovolt-Strom-Trasse vorbelastet, die Strom aus Windenergie bis nach Bayern bringen soll. „Die Fuhlenau-Niederung gehört im Westen zur Biotopverbund-Achse auf Landesebene“, erinnerte Mehrens außerdem.

 „Vor Juli gibt es keine neuen Karten von der Landesplanung“, so Mehrens. Sein Wunsch ans Land: Die nächste Beteiligungsrunde für Gemeinden ohne Zeitdruck ansetzen.

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