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Granit zeigt Kasernen-Umriss

Rendsburg Granit zeigt Kasernen-Umriss

Bald ist der Schloßplatz in Rendsburg wieder komplett. Am Dienstag verlegten die Arbeiter im Pflaster die letzten Granitplatten, die die Umrisse der alten Schloßbaracke zeigen sollen. Der vorherige Belag hatte der Belastung und der Feuchtigkeit nicht standgehalten.

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Vorarbeiter Klaus Schrum (rechts) verlegt mit Steinsetzer Stephan Elies eine der rund 75 Kilo schweren Granitplatten.

Quelle: Malte Kühl

Rendsburg. Die neue Granitpflasterung sei eine gute Sache, sagte Stadthistoriker Alfred Gudd am Dienstag. Das vorherige Mosaikpflaster aus kleinen Basalt-Würfeln sei in Beton verlegt gewesen. Das Problem dabei sei, dass dieser unter Belastung von Fahrzeugen nicht halte. Die neuen Granitplatten sollten deutlich länger halten.

 2005 wurde der Schloßplatz saniert und neu gepflastert. Ein markantes Merkmal waren die schwarzen Pflasterstreifen mit 74 quadratischen Strahlern, die den Grundriss der alten Baracke darstellten. Durch Lastwagen und die Stützen von Verkaufsständen des inzwischen auf den benachbarten Schiffbrückenplatz umgezogenen Wochenmarkts wurde das Pflaster allerdings beschädigt. Immer wieder musste nachgebessert werden. Schadstellen wurden mit Beton und Teer geflickt. Von den Strahlern brennt schon seit rund zwei Jahren keiner mehr. Feuchtigkeit hatte den Lampen zugesetzt. Rund 20000 Euro soll nun die neue Pflasterung kosten.

 Die Umrandung zeigen die Grundrisse einer Kaserne, die im Jahre 1758 errichtet wurde, erläuterte Alfred Gudd. Das Hospital zum heiligen Geist, das an den Schloßplatz grenzt, ist die zweite Baracke, die 1760 gebaut worden war. Nach dem Abriss im Jahre 1899 wurden Teile der ersten Baracke in dem Hospital verbaut, sagte Gudd. So sind in der Front über der Eingangstür das Königliche Monogramm und die Jahreszahl 1758 in goldenen Buchstaben erhalten. Die stammten noch aus dem ersten Gebäude, so der Historiker. Für ihn ist die Baumaßnahme eine gute Lösung. In Rendsburg fehle es an vielen historischen Gebäuden an Hinweisen“, meinte Gudd. Auch mit dem Aussehen der grauen Granitplatten habe er kein Problem.

 Trotzdem gefallen die neuen Granitsteine nicht jedem. „Ich hätte mir was Bunteres gewünscht“, meinte ein Anwohner, damit sich der Grundriss deutlicher vom regulären Pflaster abhebe. Aber noch wichtiger sei es, dass es halte. „Ich hab ein bisschen die Befürchtung, dass es an den Übergängen abbröckeln könnte“, sagt der ältere Herr. Nachbesserungen am Pflaster habe er in den letzte Jahren schließlich genug erlebt.

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