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Oldtimer sollen nicht nur gut aussehen

Groß Vollstedt Oldtimer sollen nicht nur gut aussehen

Das Wummern der Lanz-Einzylinder ist über den Feldern bei Groß Vollstedt zu hören, wo sich am Sonntag die Traktoren Oldtimerfreunde rund um den Westensee zum alljährlichen Frühjahrspflügen trafen. Es wurde gefachsimpelt, teilweise noch geschraubt, aber das Wichtigste war es an diesem Tag, mit dem Schlepper aufs Feld zu kommen und ihn dort richtig arbeiten zu lassen.

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Mit Leichtigkeit ziehen die 40 PS des Lanz D40 16 aus dem Jahr 1957 den Pflug durchs Feld.

Quelle: Sven Janssen

Groß Vollstedt. „Wir haben unsere Oldtimer nicht, damit sie in der Scheune rumstehen und gut aussehen“, sagte Vereinsvorsitzender Torsten Manthey. „Mich reizt die alte Technik, das möchte ich erhalten und den Menschen näher bringen“, sagte er. Auch sein Deutz F2L 6 12 ist beim Pflügen dabei. „Mein Vater hat bei Deutz gearbeitet, deshalb gilt den Traktoren auch meine Leidenschaft.“ 82 Jahre ist Vater Günter Manthey alt, hat sich längst zur Ruhe gesetzt. Selbst schraubt er schon lange nicht mehr, aber sein Wissen ist oft eine Hilfe für den Sohn. „Er ist mit den Traktoren groß geworden, da konnte ich viel von ihm lernen.“ Zehn Oldtimer hat Manthey in seiner Scheune stehen.

 Johannes Koep ist Bulldog-Fan. Der 72-Jährige ist mit seinem Lanz D40 16 zum Pflügen gekommen. 1979 habe ich den gekauft, komplett in seine Einzelteile zerlegt und dann Stück für Stück wieder aufgebaut“, erzählte er, während der Zylinder mit 4222 Kubikzentimetern wummert. Anders als bei den Glühkopfmotoren, die noch mit dem Lenkrad angekurbelt werden müssen, kann Koep seinen Lanz nach dem Vorglühen und Spritvorpumpen ganz einfach mit dem Anlasser starten. Der Landmaschinenmechaniker ist begeisterter Tüftler – und wie fast alle Oldtimerfreunde immer auf der Suche nach Ersatzteilen.

Das Wummern der Lanz-Einzylinder ist über den Feldern bei Groß Vollstedt zu hören, wo sich am Sonntag die Traktoren Oldtimerfreunde rund um den Westensee zum alljährlichen Frühjahrspflügen trafen. Es wurde gefachsimpelt, teilweise noch geschraubt, aber das Wichtigste war es an diesem Tag, mit dem Schlepper aufs Feld zu kommen und ihn dort richtig arbeiten zu lassen.

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 „Bei Lanz ist das zum Glück recht einfach und nicht so teuer, für den Bulldog gibt es fast alles.“ Bei anderen Marken sieht das schon schwieriger aus. Wer Originalbauteile und keine Nachbauten haben möchte, der muss schon mal länger im Internet forschen oder beim Stöbern auf Oldtimermessen richtig Glück haben.

 Dass es den Vereinsmitgliedern Spaß macht, ihre Traktoren zu zeigen, war am Sonntag deutlich zu merken. „Ich finde es super hier, alte Traktoren sind echt schön“, sagte Finn (9), der mit Opa Georg Wischniewsky zum ersten Mal dabei war. „Das war Opas Idee“, verkündete er, und die sei echt klasse gewesen. „Neue Trecker sind aber auch gut“, merkte er an, während er dem Pflug hinterherschaute, den Koep mit seinem Schlepper hinter sich her zog.

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