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Vor der Umleitung

Kanaltunnel in Rendsburg Vor der Umleitung

Am Kanaltunnel in Rendsburg laufen derzeit die Vorbereitungen für eine neue Verkehrsführung. Nach ersten Plänen sollte die Umleitung schon zu Weihnachten fertig sein. Als neuen Termin nennt die Behörde nun den Juni - voraussichtlich.

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Auf dem Mittelstreifen der Nordrampe entsteht zurzeit der Rohbau für einen schmalen rund 160 Meter langen Betonstreifen.

Quelle: Jörg Wohlfromm

Rendsburg. Grund für die geänderte Verkehrsführung sind zwei breite Baustellen auf den Mittelstreifen der Tunnelrampen. Hier sollen starke Fundamente für Leitplanken und Sperrschranken entstehen. Wegen der Breite der Baustellen ist auf jeder Seite nur Platz für eine Fahrspur. Die Folge: Die Spur in Fahrtrichtung Norden muss vor und hinter dem Tunnel auf die frisch sanierten Ostrampen verlegt werden. Durch den Tunnel geht es aber in der alten Weströhre.

Als neuen Termin für die geänderte Verkehrsführung nannte Frithjof Garrn am Dienstag den Juni. Der Ingenieur ist beim Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Kiel-Holtenau Bauleiter für die Tunnelsanierung. Voraussichtlich werde zunächst der Verkehr auf der Südseite umgelenkt. In einem zweiten Schritt folge dann die Nordseite. Vorübergehende Vollsperrungen seien nötig. Zunächst hatte das WSA die Umleitung zu Weihnachten vergangenen Jahres angekündigt. Weil andere Arbeiten im Bauzeitenplan vorgezogen worden seien, sei es zur Verzögerung gekommen, sagt Garrn. Die Sanierung des gesamten Tunnels dauere deswegen aber nicht länger.

Die Vorbereitungen für die Umleitung laufen auf den Rampen: Auf der Südseite ist bereits ein rund 120 Meter langer und bis zu 3,40 Meter breiter Betonstreifen fertig. Auf der Nordseite entsteht zurzeit ein rund 160 Meter langer Streifen im Rohbau. Die verbreiterten Baustellen für weitere Fundamente sollen im Süden vor diesem Streifen liegen, im Norden dahinter.

Indes sind die Wände in der gesperrten Oströhre fertig gestrichen und mit Sicherheitshinweisen in roten Buchstaben beschriftet. Die Warnung richtet sich an künftige Generationen von Betonbauern. Sie dürfen die untere Hälfte der Wände nicht anbohren oder aufstemmen, weil dahinter Stromkabel liegen, sagt Garrn.

Wann die Großsanierung des Kanaltunnels endgültig fertig ist? Es gibt eine neue Ansage des Wasser- und Schifffahrtsamts (WSA) Kiel-Holtenau. Bis Ende 2016, sagte Sönke Meesenburg, der Projektleiter der Arbeiten bei der Behörde am Dienstag. „Das ist die im Moment geltende Sprachregelung.“ Damit übernimmt das Amt die von Enak Ferlemann, dem Staatssekretär aus dem Bundesverkehrsministerium, bei einem Besuch im Februar in Rendsburg gemachte Ankündigung. Zuvor hatte das Wasser- und Schifffahrtsamt erklärt, die Bauarbeiten seien „nicht vor Ende 2016“ fertig.

Der nächste große Schritt ist der Abschluss der Arbeiten in der gesperrten Oströhre. Dann zieht die Baustelle in die alte Weströhre um. Voraussichtlich Mitte des Jahres sei es soweit, sagt Meesenburg. So formuliert es die Behörde seit Anfang des Jahres. Einen genaueren Termin wollte der Projektleiter auch am Dienstag nicht nennen. Unter anderem seien derzeit Betonarbeiten an den Tunnelenden im Gange. Gleichzeitig werden Programme für die von Rechnern gesteuerte Tunneltechnik geschrieben. Ab Ende Juni rechne er mit Probeläufen der Rechner im Tunnel, sagt Garrn.

Nach dem ersten Plan des WSA sollte die Tunnelsanierung schon Ende 2013 fertig sein. Die Arbeiten auf der Baustelle haben im Sommer 2011 begonnen. Immer wieder haben technische Probleme zu Verzögerungen geführt. Seit Juli 2012 ist eine der beiden Röhren für den Verkehr komplett gesperrt.

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