18 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Pläne für neuen Rollstuhl vernichtet

Großbrand in Rendsburg Pläne für neuen Rollstuhl vernichtet

Der Schaden durch den Brand in der Lagerhalle eines Sanitätshauses in Rendsburg ist für das Unternehmen immens – Unterlagen für einen neuartigen Rollstuhl sind in dem Feuer verbrannt. Das in Europa einzigartige Hightech-Projekt habe kurz vor der Marktreife gestanden, sagte Geschäftsführer Rüdiger Hofmann.

Voriger Artikel
Welchen Weg nehmen die Kieslaster ab 2016?
Nächster Artikel
Kutter-Ära „Nordland III“ geht zu Ende

In den Trümmern der ausgebrannten Lagerhalle suchten Feuerwehrleute am Montag noch nach Glutnestern.

Quelle: Malte Kühl

Rendsburg. „Es ist echt ein herber Verlust“, sagte Rüdiger Hofmann, einer der Geschäftsführer des Motion Centers Holger Otto, Montagfrüh. Die Entwicklungsunterlagen für einen rahmenlosen Rollstuhl seien komplett zerstört worden. Er schätze, dass die Entwicklung bisher etwa 500000 Euro gekostet habe. Es sei schwierig, wieder auf den gleichen Stand für den Karbonrollstuhl zu kommen, meinte Hofmann.

 In der Lagerhalle an der Büsumer Straße sei unter anderem die Buchhaltung und die IT des Betriebes gewesen, erläuterte der Geschäftsführer. In einem anderen Teil des Gebäudes habe sich ein Lager für Elektro- und Karbonrollstühle sowie andere Hilfsmittel befunden. Auch das private Wohnmobil des Inhabers ist komplett ausgebrannt. Die Schätzung der Polizei, dass ein Schaden von rund 400000 Euro entstanden sei, hält Hofmann für zu niedrig. Der laufende Betrieb des Unternehmens mit rund 150 Mitarbeitern sei durch das Feuer jedoch nicht eingeschränkt, sagte Rüdiger Hofmann.

 Vor den Trümmern der Lagerhalle liegt das Gerippe des Wohnmobils. Von dem Fahrzeug, das mehrere Hunderttausend Euro gekostet haben soll, ist nur noch verkohlter Schrott übrig. Feuerwehrleute durchkämmen mit einem Minibagger die Trümmer nach Glutnestern. Vor der Halle liegt eine Schicht weißer Löschschaum. Am Rand des Grundstücks stehen drei verkohlte Propangasflaschen. Glücklicherweise seien die Ventile geplatzt und das Gas nach oben entwichen, sagte Rendsburgs Wehrführer Gerrit Hilburger. Steige die Hitze bei einem Feuer zu schnell an, könne es passieren, dass die Behälter explodieren. „Die Flaschen detonieren dann wie Granaten“, sagt Hilburger.

 In der Halle habe sich sehr viel brennbares Material befunden, sagte der Wehrführer. Sehr viel Gummi und Kunststoff sei verbrannt. Der Wind am Sonntag stand so, dass weder eine nahe Wohnsiedlung, noch die Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge, die sich gut 1,5 Kilometer nördlich befindet, vom Rauch eingehüllt wurden.

 Die Kriminalpolizei habe die Brandstelle beschlagnahmt, erklärte die Polizei. Mit Ergebnissen zur Brandursache sei am Montag allerdings noch nicht zu rechnen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Events: Rendsburg

Veranstaltungen in
Rendsburg. Aktuelle
Termine, News, Infos

KSV-Liveticker!

KSV-Spielstand online
verfolgen, mit dem
KN-KSV-Liveticker

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Rendsburg 2/3