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Große Hilfsbereitschaft

Flüchtlings-Camp Rendsburg Große Hilfsbereitschaft

Die Hilfsbereitschaft ist ungebrochen: Nach dem Infoabend über das neue Flüchtlingscamp an der St.-Peter-Ording-Straße am Montag sagten viele Menschen der Region ihre Hilfe zu. Die Verwaltung der Stadt Rendsburg versucht, diese erste Welle der Unterstützung zu koordinieren.

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Nach der Veranstaltung am Montag boten viele Rendsburger ihre Hilfe an. Bei Fachbereichsleiter Herbert Schauer hinterließen sie ihre Adressen.

Quelle: Malte Kühl

Rendsburg. Überrascht sei er nicht von der Hilfsbreitschaft aus der Bevölkerung, sagte Rendsburgs Bürgermeister Pierre Gilgenast am Dienstagvormittag. Die letzten Tage hätten gezeigt, dass die Akzeptanz für die Flüchtlinge in Rendsburg enorm sei. Nun müssten die bestehenden Systeme genutzt werden, um die Spenden und Hilfe zu verteilen. Dabei diene die Hotline im Rathaus (Tel. 04331/206647) als erste Anlaufstelle. Hier könnten auch Ehrenamtliche sich beispielsweise als Dolmetscher anbieten. In den letzten Tagen hätten sich bereits 69 Menschen gemeldet, um die Flüchtlinge im Containerdorf zu unterstützten, erklärte der Bürgermeister.

 Seit Sonnabend sind rund 240 Flüchtlinge in 75 Containern im Norden von Rendsburg untergebracht. Erst am vergangenen Donnerstag hatte das Innenministerium des Landes über den Bau der Erstaufnahme Einrichtung für rund 800 Flüchtlinge informiert. Die ersten Bewohner zogen zwei Tage später ein.

 Aktuelle Informationen über das Thema Flüchtlingshilfe in Rendsburg finde man im Internet auf der Seite www.rendsburg.de, sagte Gilgenast. Weiterhin organisierten sich auch Privatpersonen und Hilfsinitiativen bei Facebook (Gruppe „Rendsburg hilft!“) im Internet.

 Die Spendenbereitschaft sei sehr hoch, meinte der Bürgermeister weiter. Hier sei es wichtig, sich auf das bestehende Netzwerk zu verlassen. So könnten Möbel bei der gemeinnützigen Rabs in der Kieler Straße 54 oder bei den Recyclinghöfen der AWR abgeben werden. Bedarf an großen Möbeln in der Erstunterkunft gebe es zwar nicht, aber Flüchtlinge, die einen festen Wohnsitz hätten, könnten diese gut gebrauchen, sagte Gilgenast.

 Kleiderspenden können bei Nicole Matheisen auf dem Oktogon-Gelände abgegeben werden. Die Annahme an der Halle 44 ist montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr besetzt. Zusätzlich ist Dienstag und Donnerstag von 17 bis 19 Uhr geöffnet. Wer beim Sichten und Sortieren der Spenden helfen will, erreicht Frau Matheisen unter der Tel. 0172/4174123. Da es auch viele Kinder im Alter von zwei bis vier Jahren gebe, sei auch Spielzeug erwünscht. Geldspenden nimmt die Stadt unter dem Konto 8600, Sparkasse Mittelholstein, Bankleitzahl 21450000 entgegen. Wichtig sei der Verwendungszweck: „Flüchtlingshilfe“, meint Gilgenast, damit das Geld auch zugeordnet werden könne.

 Es sei unglaublich, wie wohlwollend die Einstellung in der Bevölkerung gegenüber den Flüchtlingen ist, sagte Pierre Gilgenast. „Auf Rendsburg können wir stolz sein.“

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