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Schulbus brennt in Böhnhusen

Großübung Schulbus brennt in Böhnhusen

Ein Schulbus kommt von der Fahrbahn ab und beginnt zu brennen. 20 Kinder liegen teils schwer verletzt auf den Sitzen. Ein Albtraum aller Eltern, den fünf Freiwillige Feuerwehren, das Deutsche Rote Kreuz, die Johanniter Unfallhilfe und der Malteser Hilfsdienst als Unglücksszenario für eine Großübung am Sonnabend in Böhnhusen ausgearbeitet hatten.

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 Realistische Übungssituation: Beim Ausweichmanöver rauscht ein Schulbus in einen Zaun.

Quelle: Beate König

Böhnhusen. Im Bus wie auf der Dorfstraße herrscht das Chaos. Schreiende Mütter drängen sich an den Rettern vorbei in den qualmenden Bus, klettern über Sitze, suchen nach ihren Kindern. Verletzte stöhnen, schreien „Holt uns denn keiner ’raus?“

Feuerwehrmann Torge Lütt schreit gegen den Lärm Meldungen in sein Funkgerät.  Die Kenntnis über den Schweregrad der Verletztungen hilft den nachrückenden Rettern, das richtige Equipment mitzunehmen.

Ein Schulbus kommt von der Fahrbahn ab und beginnt zu brennen. 20 Kinder liegen teils schwer verletzt auf den Sitzen. Ein Albtraum aller Eltern, den fünf Freiwillige Feuerwehren, das Deutsche Rote Kreuz, die Johanniter Unfallhilfe und der Malteser Hilfsdienst als Unglücksszenario für eine Großübung in Böhnhusen ausgearbeitet hatten.

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Zwei Meter weiter auf der Dorfstraße liegt ein PKW hochkannt. Feuerwehrleute schneiden mit Hydraulikscheren und –greifern den eingeklemmten Fahrer und Unfallversursacher aus einem Pkw. Sie transportieren ihn und seine schwangere Frau, die er laut Übungsdrehbuch ins Krankenhaus bringen wollte, zur Untersuchung und Erstversorgung in die zum Krankenlager umgewidmete Straße Am See. 20 angehende Rettungsassisenten geben dort und im Bus ihr Bestes, um antrainiertes Können unter realistischen Bedingungen anzuwenden.

Nicht alles klappt. „Dafür übt man ja“, sagt Gemeindewehrführer Arne Reshöft. Einer der Rettungswagen versperrt den Rettern den Transportweg. „Den hätten wir im Ernstfall weggeräumt,“ sagt Reshöft. Retter rennen mit Tragen und Ausrüstung von ihren Einsatzwagen zur Unglücksstelle und wollen helfen. „Sie haben nur im Wagen Funk. Eigentlich sollen sie warten, bis sie zum Einsatzort gerufen werden", sagt Reshöft.

Für die von Dorfbewohnerinnen überzeugend gemimten panischen Mütter fehlte ein beruhigender Ansprechpartner. „Darüber habe ich mich gewundert,“ sagt Kirsten Nickolaus. Immer wieder rannten die Mütter aus dem Dorfhaus zur Unfallstelle, suchten zwischen Sanitätern und im Bus nach ihren Kindern. „Sehr authentisch“, sagte Dorothee Schneider, die die Darsteller mit Theater-Blut geschminkt auf ihre Rollen vorbereitet hatte, in ihrem Resumee. „Im Ernstfall hätten wir weitere Wehren nachalarmiert“, sagt Reshöft.

Die Übung war für die drei Wehren aus Flintbek, aus Techelsdorf und aus Böhnhusen ausgelegt. „Wir haben alle viel gelernt“, sagt Reshöft. Die Arbeit der Retter Hand in Hand hätte gut geklappt. „An den Schnittstellen müssen wir noch arbeiten.“

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