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Grünes Licht für Gerätewagen

Molfsee Grünes Licht für Gerätewagen

Das geduldige Ausharren von Wehrführer Michael Hamann bei der Gemeindevertretung in Molfsee am Donnerstagabend wurde belohnt: Mit Stimmenmehrheit hoben CDU und UWM nach mehr als einem Jahr den Sperrvermerk im Haushalt zur Anschaffung eines Gerätewagens Logistik auf. Kurz vor 22 Uhr ging der Molfseer Wehrführer mit einem guten Gefühl nach Hause.

Molfsee. Danach sah es aber nicht immer aus. Besonders von Seiten der SPD gab es Gegenwind. „Wir haben des Öfteren über die Anschaffung des Gerätewagens diskutiert. Aufgrund der Finanzen gab es einen Sperrvermerk im Haushalt“, fasste Bürgermeisterin Ute Hauschild zusammen. Auch die Forderung nach einem Feuerwehr-Bedarfsplan habe es gegeben, „Der liegt nun in überarbeiteter Form vor“, betonte sie. Laut Bedarfsplan sei man mit dem gewünschten Fahrzeug, das vor allem Material und Ausrüstung transportiert, gut aufgestellt.

 Nach ihren Informationen kann die Gemeinde für das geforderte Fahrzeug mit Kreis-Fördermitteln rechnen. „Die Höhe steht noch nicht genau fest, fest steht aber, dass der Förderantrag bis zum 31. Dezember beim Kreis sein sollte.“ Mit der Argumentation war die SPD nicht zufrieden. Fraktionschefin Saskia Pagell: „Es ärgert uns, dass uns Grundlagen gefehlt haben. Wir sind keine Feuerwehrleute, wir haben nichts gegen das Fahrzeug, aber wir haben einen Änderungsbeschluss vorbereitet“, erklärte sie. Darin beantragte die SPD-Fraktion, dass die Beschlussfassung über die Anschaffung eines neuen Fahrzeuges erst erfolgen soll, wenn der Bedarfsplan durch die Gemeindevertretung beschlossen ist. Außerdem sollte die Verwaltung eine Informationsveranstaltung mit der Landesfeuerwehrschule organisieren und schließlich vom Kreis eine verbindliche Aussage zu den Zuschussmodalitäten vorgelegt werden.

 Für Hans Cordts (CDU) war das unverständlich. „Das ist ein Déjà-vu. Worüber reden wir schon wieder? Über die Leistungsfähigkeit der Wehr? Über die Sicherheit der Bürger?“, ärgerte er sich. Zustimmung kam von UWM-Chef Manfred Kieckbusch. „Wir haben als Fraktion den Ausfall der September-Sitzung genutzt, um uns von der Wehr alles genau erklären zu lassen. Das Fahrzeug macht Sinn, wir sind dafür.“ Auch Helmbrecht Müller (CDU) wollte nicht wieder diskutieren. „Es ist bedauerlich, wenn wir uns nach zwölf Monaten noch nicht durchringen. Wenn man sich vor Augen hält, was passieren kann, wenn im Notfall die Kontaminationsanzüge erst herausgekramt werden müssen. Wir stimmen für die Beschaffung.“ Etwas zögerlich zeigte sich Cornelia Conrad (FDP), die zwar nicht an der Notwendigkeit zweifelte, aber doch die Finanzierung in Frage stellte.

 Um 21.30 Uhr beantragte Sven-Okke Struve (CDU) das Ende der Debatte, dem die Mehrheit zustimmte. Anders als beim gestellten SPD-Antrag, der mit der Mehrheit von CDU und UWM abgelehnt wurde. Mit zehn Ja-Stimmen bei sieben Enthaltungen wurde die Haushaltssperre aufgehoben, und Hamann konnte aufatmen.

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Ein Artikel von
Sorka Susann Eixmann
Holsteiner Zeitung

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