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Grundschüler lernen Spanisch

Kronshagen Grundschüler lernen Spanisch

„Como estas?“, „Bien, gracias!“ Ungewöhnliche Töne kommen aus dem Klassenraum der Brüder-Grimm-Schule in Kronshagen. 20 Grundschüler sitzen im Kreis, stellen sich auf Spanisch vor, fragen, wie es geht, antworten „Gut, danke!“ und haben sichtlich Spaß dabei.

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Christine Velázquez Pérez vermittelt den Grundschülern mit Spaß nicht nur die Sprache, sondern auch Länderkunde.

Quelle: Sven Janssen

Kronshagen. Mittendrin Lehrerin Christine Velázquez Pérez, die die Spanisch AG für die zweiten und dritten Klassen im Februar ins Leben gerufen hat. „Das Interesse war so groß, dass wir gleich zwei Gruppen hätten anbieten können.“ 20 Kinder haben am Ende in der AG einen Platz gefunden.

 „Ich fliege in drei Wochen nach Spanien, da ist es doch toll, wenn ich die Sprache ein wenig kann“, sagte Lisa (9). Yamina (8) macht mit, weil „die Sprache so toll klingt“. Worin sich alle einig waren: „Es macht einfach riesig Spaß“.

 Nicht ganz unschuldig daran ist Velázquez Pérez. „Die Idee für die Spanisch AG habe ich schon seit langem, es fehlte nur immer an den nötigen Stunden.“ Die hat die Schulleitung jetzt freigeschaufelt, eine Stunde pro Woche. Schnödes Vokabelnpauken gibt es nicht. „Wir lernen mit allen Sinnen und in der konkreten Lebenswelt der Kinder“, beschreibt die Lehrerin den Unterricht. Länderkunde – immerhin wird Spanisch in 21 Ländern als Amtssprache gesprochen – gehöre ebenso dazu, wie die kulinarischen Besonderheiten der Länder, die auch probiert werden. Gelernt wird mit Liedern, aus einem Buch und mit Hörbeispielen.

 Im Unterricht mischen sich Deutsch und Spanisch bei Spielen und Liedern. Und wenn jemand mal etwas falsch ausspricht? „Das macht nichts, wir lernen die Sprache ja erst“, sagte Marlene (9). „Es ist schön, dass Kindern in dem Alter die Aussprache nicht peinlich ist, sie einfach drauflos reden und sich ausprobieren“, sagte Schulleiterin Jutta Wichelmann. „Das Alter ist ein idealer Zeitpunkt, mit Fremdsprachen zu beginnen, später wird es eher wieder schwieriger.“

 Trotzdem achte die Schule auf die individuellen Möglichkeiten der Kinder. „Spanisch nicht für Erstklässler anzubieten war uns wichtig, es soll ja Spaß machen und niemanden überlasten.“ Auch älteren Schülern würde man vom freiwilligen Kurs abraten, wenn es sie nach Ansicht der Schule überfordere.

 Davon ist in der AG nichts zu bemerken. Am Ende der Stunde waren die Schüler fast traurig, dass es so schnell vorbei war. „Spanisch geht immer viel schneller ’rum als Mathe“, sagte ein Mädchen mit einem Lachen im Gesicht.

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